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Edeltraud Wichtmann erhielt von KTK-Geschäftsführer Frank Jansen den Qualitätsbrief. (Foto: cpd) |
Als erste
Einrichtung in Nordrhein-Westfalen und als zweite bundesweit ist das
Familienzentrum St. Bartholomäus in Lennestadt-Meggen mit dem „Qualitätsbrief“
des Bundesverbandes katholischer Einrichtungen für Kinder (KTK) ausgezeichnet
worden. KTK-Geschäftsführer Frank Jansen verlieh den Qualitätsbrief, der die „fachlich
fundierte und wertvolle Arbeit“ der Einrichtung belege. „Alle Eltern, die ihr
Kind in diesem Kindergarten anmelden, können sich sicher sein, dass sie hier
auch wirklich finden, was in Konzept und Flyer versprochen wird“, sagte Jansen
in seiner Laudatio. „Das Team hat sich auferlegt, jegliches Handeln immer
wieder auf den Prüfstand zu stellen und weiterzuentwickeln.“
Der Weg zum Qualitätsbrief begann für den Träger, die Kirchengemeinde St. Bartholomäus
Meggen, und für die Kindertageseinrichtung schon 2006 durch gemeinsame
Standortbestimmungen und Schulungen, die sie extern begleiten ließen. Begutachtet
wurde die Einrichtung im vergangenen Jahr durch Beate van Bentum, Evaluatorin
und Referentin für Kindertageseinrichtungen beim Diözesan-Caritasverband
Paderborn. Sie empfahl im Anschluss dem KTK-Bundesverband die Verleihung des
Qualitätsbriefes.
Kirchenvorstand Franz Bieker, Pfarrer Ludger Wollweber und die zuständige
Fachberaterin des Diözesan-Caritasverbandes, Veronika Schneider, betonten in
ihren Grußworten die hervorragende Arbeit des Kindergartenteams mit Edeltraud
Wichtmann an der Spitze.
Der „Qualitätsbrief“ ist ein neuer, niederschwelliger Zugang zur Darstellung
der Einrichtungsqualität. Der erste Ausbildungskurs für die dazu befähigten
Evaluatoren endete im April 2015.
Zwar hatte der Bundesverband katholischer Kindertageseinrichtungen schon Anfang
des Jahrhunderts begonnen, die bereits in der Industrie übliche Beschreibung
von Qualitätsprozessen in ein Qualitätsmanagement-Handbuch für
Kindertageseinrichtungen zu übernehmen, um auch Qualität von
Kindertageseinrichtungen festzuschreiben und vergleichbar zu machen. Dabei
wurden Prozesse der DIN EN ISO Norm 9001 in das KTK-Gütesiegel-Rahmenhandbuch
übertragen. Viele der 8000 Mitgliedseinrichtungen bundesweit machten sich auf
den Weg, ein Qualitätsmanagementsystem zu erarbeiten. Doch da die Schwelle zur
Zertifizierung hoch ist, ließen sich in all den Jahren bisher nur 61
Einrichtungen tatsächlich zertifizieren – ein Grund für den KTK, den leichter
zu erreichenden Qualitätsbrief einzuführen.