Kaleidoskop der Geschichte

Das Titelbild des zum Jubiläum der Caritas erscheinenden BuchesDas Titelbild des zum Jubiläum der Caritas erscheinenden BuchesGestaltung: Robert Pasitka (mues-schrewe.de)

Eine Postkarte für einen Kriegsgefangenen des Ersten Weltkrieges. Eine „Wanderkarte“, die Ende der 20-er Jahre umherziehenden Arbeitslosen zeigte, wo sie Unterkunft fanden. Das Kreuz an der Landstraße, das an das tödliche Ende der Dienstfahrt einer Caritas-Schwester erinnert: Zum 100-jährigen Bestehen des Diözesan-Caritasverbandes Paderborn erscheint das Buch „100 Jahre – 100 Orte“.

„Dieses Buch ist mehr als eine übliche Jubiläums-Chronik“, betont Diözesan-Caritasdirektor Josef Lüttig. „Es ist der Versuch, Geschichte aus einem ganz besonderen, subjektiven Blickwinkel zu fassen – eben als Geschichten.“ „Es sind Geschichten, die Geschichte lebendig werden lassen, Geschichten, die es wert sind, erzählt zu werden“, schreibt Erzbischof Hans-Josef Becker in einem Grußwort.

Aus Anlass des Jubiläums hat der Verband die mehr als 1500 angeschlossenen Einrichtungen und Dienste gebeten, über „Orte“ nachzudenken, die für ihre eigene Geschichte bedeutend sind. „Orte“ im weiten Sinn, denn auch diese seien immer verknüpft mit Personen oder Ereignissen, erklärt Jürgen Sauer, der die Publikation redaktionell verantwortet. „Ihre Relevanz erhalten diese Orte, weil sie etwas über das eigene Selbstverständnis aussagen. Sei es über die Motivation, aus der die Hilfe für den Nächsten geleistet wurde, sei es über die Entwicklung der fachlichen Arbeit oder über längst vergessene Hilfen.“ An Rückmeldungen mangelte es nicht. Die besten 100 Beiträge vereint diese Publikation. Illustriert mit großformatigen Fotos bietet sie ein eindrucksvolles Kaleidoskop aus 100 Jahren verbandlicher Caritas im Erzbistum Paderborn.