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Nicht nur „Dampf ablassen“: Die Teilnehmer des Potenzialforums Altenhilfe nehmen die Dienstleistungen der Geschäftsstelle des Diözesan-Caritasverbandes in den Blick, wie etwa die Qualität der Beratung, der Information und der Interessensvertretung. Bis zum Sommer sollen alle caritativen Arbeitsfelder auf den Prüfstand. (Foto: cpd: Sauer) |
Die Geschäftsstelle des Diözesan-Caritasverbandes stellt
ihre Dienstleistungen für die verbandlichen Gliederungen auf den Prüfstand: In
insgesamt 16 Potenzialforen haben bis zum Sommer Vertreter aus allen
caritativen Arbeitsfeldern Gelegenheit, Lob und Kritik loszuwerden sowie
Verbesserungsvorschläge einzubringen. Ort der ersten Dialogveranstaltung war jetzt
das neue Forum St. Liborius an der Paderborner Gaukirche. Dort stellte sich das
Referat Altenhilfe den Fragen von Vertretern katholischer Altenheime,
Sozialstationen, Tagespflegen und der ehrenamtlichen katholischen
Altenheimhilfe. Zur Vorbereitung auf diese systematische Reflexion hatte das
Referat den Teilnehmern vorab eine Beschreibung der eigenen Dienstleistungen
vorgelegt.
Diese Beschreibung orientiert sich an den „Kernleistungen“ der
Diözesan-Geschäftsstelle: So bieten die Mitarbeiter Beratung und Information,
aber auch Koordination örtlicher Aktivitäten sowie die Interessensvertretung
gegenüber Politik und Kostenträgern. Als Spitzenverband der Freien
Wohlfahrtspflege hat die diözesane Caritas-Organisation auch eine
Aufsichtsfunktion, z. B. über die sachgerechte Verwendung öffentlicher
Fördergelder. Die Geschäftsstelle des Diözesan-Caritasverbandes ist zugleich Hauptabteilung
des Erzbischöflichen Generalvikariates und ist damit auch in
kirchenaufsichtliche Fragen eingebunden. „Nutzer“ der Leistungen des
Diözesan-Caritasverbandes sind über 700 caritative Träger im Erzbistum
Paderborn mit fast 2000 Einrichtungen. Über 53.000 berufliche und fast 30.000
ehrenamtliche Mitarbeiter(innen) engagieren sich im Zeichen des Flammenkreuzes.
Die Potenzialforen sind Teil des Caritas-Projektes „Profil.100“. Bis zum 100.
Geburtstag des Diözesan-Caritasverbandes Ende 2015 sollen dabei u. a. die
Strukturen und Angebote der Geschäftsstelle weiterentwickelt werden. Für Diözesan-Caritasdirektor
Josef Lüttig geht es um eine präzise Analyse von Stärken und Schwächen, aber
auch von Entwicklungspotenzialen. „Nur Dampf ablassen` wäre mir zu wenig“, so
Lüttig. So sollen die Ergebnisse und Vorschläge der Foren spätestens in zwei
Jahren nochmals auf den Prüfstand kommen. Sehr deutlich kam das erste
Potenzialforum positiv bei den Teilnehmern an: „Es hat sich gelohnt“, so der
Tenor der Rückmeldungen. Besonders gelobt wurde die offene, konstruktive
Atmosphäre. „Mit einem offenen Ohr füreinander ist für die Zukunft eine Menge
möglich“, formulierte es ein Teilnehmer.