Olpe: „Future now“ – Digitale Ermutigung
Das Projekt „Future now“ baut auf den Erfahrungen der beiden in den letzten drei Jahren durchgeführten Projekte „Unsere Zukunft gestalten“ und „Integration²“ auf. Im Rahmen der durchgeführten Projekte wurde sehr deutlich, dass es für ein bestimmten Personenkreis nicht oder nur stark erschwert möglich war, aufgrund der ländlichen Struktur und Regionalität des Kreises Olpe an den Angeboten teilzunehmen. Es handelt sich um den Personenkreis von alleinerziehenden jungen Frauen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren, die aufgrund ihrer Wohnlage (isoliert, dörflich, ohne gute ÖPNV-Anbindung) und der Familiensituation (oftmals ganz kleine Kinder) häufig nicht zum Kursort nach Olpe kommen können.
IN VIA möchte diese gesellschaftliche Herausforderung aufgreifen und mit dem neuen Projekt „Future now“ insbesondere Frauen mit Migrationshintergrund unterstützen, durch gezieltere Einzelfallhilfe ihnen den Weg aus der Vereinsamung in die Eigenständigkeit, Verlässlichkeit und Unabhängigkeit für ein Leben in Deutschland aufzuzeigen und vor dem Absturz in die Armut zu bewahren.
Um dies adäquat erreichen zu können, möchte IN VIA neue innovative Wege beschreiten und diese Einzelfallhilfe insbesondere durch den Einsatz von neuen Kommunikationswegen wie Videochats per Skype o. ä. durchführen. Im Rahmen des zukunftsweisenden Digitalisierungsansatzes ist hiermit eine ortsunabhängige, individuelle und ressourcenorientierte Integrationsarbeit sowie Begleitung möglich.
Daneben erfolgt aber aufgrund der sehr guten Erfahrungen der Vorprojekte weiterhin auch eine regelmäßige Einbindung des Personenkreises in gemeinschaftliche Projekttreffen am Kursort in Olpe. Damit sollen neben der individuellen Entwicklung auch die sozialen, interkulturellen sprachlichen und digitalen Kompetenzen gestärkt werden. Angedacht ist auch, abhängig von den jeweiligen Wohnorten der Teilnehmenden, Lerngruppen zu installieren, in denen ein Austausch und ggf. auch Begleitung und Unterstützung von IN VIA mittels Videochat umgesetzt werden kann.
Projektziel ist es, Frauen mit Migrationshintergrund, wohnhaft im Kreis Olpe, mithilfe von ressourcenorientierter und effizienter Einzelfallhilfe sowie Gruppenangeboten zu befähigen, eigenverantwortlich und integriert im lokalen und pastoralen Raum zu leben.
Konkrete Bausteine:
1. Individuelle Erweiterung der Medien- und Sprachkompetenz mittels Videochat mit Projektleitung.
2. Durchführung von konkreter, individueller und unterstützender Einzelfallhilfe (Einführung von "Sozialen Sprechstunden").
3. Entwicklung einer fachlichen und sozialen Begleitstruktur durch Einbezug u. a. des pastoralen Raums (Ehrenamtliche in Wohnorten der Teilnehmenden, Young Caritas, Universität Siegen - Studiengang Medienwissenschaft).
4. Installation und Begleitung von Lerngruppen.
5. Installation und Durchführung von Kurstreffen am Standort Olpe, Kolpingstraße. Um die Ziele der sozialen, interkulturellen, sprachlichen und digitalen Kompetenz zu erreichen, soll primär die Teilnahme vor Ort erfolgen. Inhalte sind Spracherwerb, kulturelle und bildungsorientierte Angebote.
Träger des Projektes:
IN VIA Olpe
Kolpingstraße 62
57462 Olpe
Ansprechperson:
Frau Dorothea Clemens
Leitung
Telefon: 02761/9211512
E-Mail: dclemens@caritas-olpe.de