Diözesan-Caritasdirektorin Esther van Bebber nahm im Mariengymnasium Werl ein Spende für die Nothilfe in Syrien von Yannick Zeppenfeld, M. Karkar, Samir Wosnitza, Michael Prünte (Schulleiter), Alexander Pantke und Alexander Bödeker (Lehrer und Charity-AG-Leiter) entgegen. (Foto: cpd / Miriam Konietzny)
2897,41 Euro an Spenden haben Schülerinnen und Schüler des Mariengymnasiums Werl zur Unterstützung der Helfergruppe von Ordensschwester Annie Demerjian in Syrien an Diözesan-Caritasdirektorin Esther van Bebber übergeben. In den Regionen rund um Aleppo und Damaskus ist Schwester Annie mit ihrem Helfernetzwerk vor Ort, organisiert für die Opfer des Erdbebens vom Februar Medikamente, Gutscheine für Lebensmittel oder Zuschüsse zu den exorbitant gestiegenen Strom- und Mietkosten. Bereits seit 2016 steht der Caritasverband für das Erzbistum Paderborn den Helferinnen und Helfer zur Seite, die sich für die unter den Folgen des jahrelangen Bürgerkrieges leidenden Menschen in Syrien einsetzen.
Erdbebenschäden an einer Schule im türkischen Gölbasi. (Foto: Mariengymnasium Werl)
Im Gespräch vor Ort informierte sich Diözesan-Caritasdirektorin Esther van Bebber über die Motivation der Schülerschaft und zeigte sich beeindruckt vom gemeinsamen Spirit der Schulgemeinschaft und dem Engagement der Schülerinnen und Schüler, aber auch der Unterstützung der Elternschaft. "Eine gute Schulgemeinschaft funktioniert wie eine gute Gesellschaft nur in der gegenseitigen Fürsorge und im gemeinsamen Miteinander", so van Bebber. "Ich freue mich sehr, hier eine so tolle und sozial engagierte Gemeinschaft kennengelernt zu haben."
"Viele unserer Schülerinnen und Schüler waren im familiären Umfeld unmittelbar selbst betroffen, weil Angehörige in der Region des Erdbebens leben", erklärt Michael Prünte, Schulleiter des Mariengymnasiums in Werl. "Der Wunsch zu helfen, war sofort da." Gemeinsam mit den Eltern organisierte die Schülerschaft einen Verkauf von kulinarischen internationalen Köstlichkeiten. Die dadurch eingeworbenen Spenden zugunsten der Erdbebenopfer wurden durch Spenden aus den Kassen der einzelnen Schulklassen aufgestockt. Ein Betrag von insgesamt fast 4000 Euro kam so zusammen. Davon gingen 1000 Euro an das wissenschaftliche Gymnasium im türkischen Gölbasi in der Nähe von Adiyaman. Dort wurde bei dem Erdbeben neben dem Gebäude auch sehr viel schulisches Equipment zerstört, Heizungs- und Sanitärinstallationen wurden so stark beschädigt, dass die Schule, die auch einen Internatsbereich hat, dringend auf zusätzliche Hilfe angewiesen ist.
Einige Tage nach dem schweren Erdbeben gedenken Schwester Annie (6. v. l.) und ihre Helfergruppe in Aleppo inmitten der Trümmer der Toten. (Foto: Christian Hope Center Syrien)
Die restliche Summe überreichten Vertreter der Schülerschaft mit ihrem Lehrer und Leiter der Charity-AG, Alexander Bödeker, in Werl an Diözesan-Caritasdirektorin Esther van Bebber für die Nothilfe in Syrien. Zum Dank lud diese die Charity-AG in den Caritastreff während der Libori-Festwoche nach Paderborn ein. Darüber hinaus will sie ein Treffen mit Schwester Annie organisieren. Diese wurde durch die Schüler der Charity-AG per Videobotschaft ins Mariengymnasium nach Werl eingeladen.
Das verheerende Erdbeben in der Türkei und in Syrien im Februar dieses Jahres kostete mehr als 57.000 Menschen ihr Leben. Millionen Menschen in der Türkei und in Syrien sind seitdem obdachlos oder kämpfen mit der Bewältigung der massiven Bauschäden, die das Erdbeben verursacht hat.