Burkhard Blienert MdB unterstützt die Forderung von Klaus Tintelott, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für Müttergenesung im Erzbistum Paderborn, nach einer gesicherten Finanzierung der Kurberatungsstellen. (Foto: cpd)
Die mangelnde Finanzierung von Kurberatungsstellen etwa für Mutter-Kind-Kuren hat die Arbeitsgemeinschaft für Müttergenesung im Erzbistum Paderborn kritisiert. Im Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Burkhard Blienert (SPD) sagte Geschäftsführer Klaus Tintelott, es gebe keinerlei finanzielle Absicherung der Kurberatungsstellen der Wohlfahrtsverbände. „Sie fallen durch alle Finanzierungsnetze.“ Die Arbeitsgemeinschaft habe deshalb einen Vorschlag für eine Gesetzesänderung gemacht, der nun vom Deutschen Müttergenesungswerk weiterberaten werde. Burkhard Blienert begrüßte die Paderborner Initiative. Die Kurberatungsstellen erfüllten eine wichtige Funktion auf dem Weg zu einer stationären Vorsorge- oder Rehamaßnahme und benötigten eine gesicherte Finanzierung, sagte er.
In der Vergangenheit seien die Kurberatungsstellen durch eine Quersubventionierung finanziert worden, erklärte Tintelott. Dies sei nun nicht mehr möglich. „Somit stehen viele Kurberatungsstellen vor dem Aus.“ Die Kurberatungsstellen stellten maßgeblich die Weichen für die richtige Reha oder Kur. „Zudem helfen sie im Fall einer Ablehnung seitens der Krankenkassen beim Widerspruchsverfahren“, sagte Tintelott.
Die Zahl der Mutter- und Vater-Kind-Kuren habe sich sehr gut entwickelt, berichtete Tintelott. Ursache sei ein entsprechender gesetzlicher Anspruch sowie eine Verbesserung der Begutachtungsrichtlinien für die Krankenkassen. Dadurch sei der Zugang zu den Kuren deutlich erleichtert worden.