URL: www.caritas-paderborn.de/aktuell-presse/presse/zum-wohl-der-muetter-8aa1ced5-1eec-402d-89ad-3a26416927df
Stand: 10.11.2017

Pressemitteilung

Zum Wohl der Mütter

Zum Wohl der MütterSusanne Laschet lässt sich von Ann-Kathrin (7) und Johanna (9), zwei jungen Gästen der Mutter-Kind-Klinik, die Bücherei zeigen.cpd / Jonas

Susanne Laschet hat als Schirmherrin des Müttergenesungswerkes in Nordrhein-Westfalen die Mutter-Kind-Klinik St. Ursula in Winterberg besucht. Im Mittelpunkt des Besuches stand ein Gespräch mit Müttern, die in der Klinik sind, um ihre Trauer zu verarbeiten. Etwa weil der Ehemann verstorben ist und die Mutter große Probleme hat, mit ihren Kindern über den Verlust des Vaters zu sprechen. „Manche wissen nicht mehr ein noch aus“, berichtet Susanne Laschet, Ehefrau von Ministerpräsident Armin Laschet. „Das hat mich sehr berührt. Die Frauen haben so offen gesprochen, da hatte ich selbst einen Kloß im Hals.“

Seit Anfang des Jahres ist Susanne Laschet Schirmherrin des Müttergenesungswerkes in Nordrhein-Westfalen. „Die Schirmherrschaft habe ich gerne und ohne zu zögern übernommen. Ich freue mich, unterstützen zu können, und nehme auch für mich persönlich viel aus den Begegnungen mit“, berichtet sie. „Die Gespräche mit Frauen in unterschiedlichsten Lebenslagen – auch die, die betroffen machen – sind sehr bereichernd.“ Um sich ein Bild von der Arbeit der fünf Kliniken des Müttergenesungswerkes in Nordrhein-Westfalen zu machen, hat sie sich für einen Besuch der Klinik St. Ursula der Caritas Brilon in Winterberg entschieden. Denn diese legt einen Schwerpunkt auf die Trauerarbeit – ein Thema, das Susanne Laschet besonders am Herzen liegt.

Für 52 Mütter und 75 Kinder ist in der Winterberger Klinik Platz. Jeweils drei Wochen dauert die Kurmaßnahme, die auf den Säulen „Bewegung“, „Ernährung“ sowie „Stress – Selbstmanagement – Beziehung – Kommunikation“ ruht – mit spezieller Begleitung für Mütter und Kinder, die unter einem Todesfall in der Familie leiden.

Aufmerksam geworden ist das Müttergenesungswerk auch auf die Nöte von pflegenden Angehörigen. Gerade Mütter seien häufig in der „Sandwich-Situation“, sowohl für ihre Kinder wie auch für ihre Eltern sorgen zu müssen, erklärt Klaus Tintelott vom Diözesan-Caritasverband Paderborn, Sprecher des Fachausschusses Müttergenesung der Freien Wohlfahrtspflege in Nordrhein-Westfalen. Da kommt ihm das Anliegen des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministers Karl-Josef Laumann gelegen, die Kurberatung des Müttergenesungswerkes auch für die Vermittlung von pflegenden Angehörigen zu nutzen. „Da sind wir dabei, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen“, sagt Tintelott.

Zum Wohl der Mütter 2Susanne Laschet (sitzend, Mitte), Schirmherrin des Müttergenesungswerkes in NRW, war zu Besuch in der Mutter-Kind-Klinik St. Ursula in Winterberg. Umgeben wird sie von (hinten von links) Elisabeth Schilling (Caritas Brilon), Klinik-Leiterin Karin Krohn, Klaus Tintelott (Sprecher Müttergenesung der Freien Wohlfahrtspflege NRW), Caritas-Geschäftsführer Heinz-Georg Eirund, Ludwig Albracht (Caritasrat) sowie (sitzend von links) den Klinikgästen Anne-Kathrin Schmidt, Kathrin Theel, Ann-Kathrin (7), Johanna (9) und Samantha (5)cpd / Jonas

Ab Frühjahr möchte Karin Krohn, Leiterin der Mutter-Kind-Klinik St. Ursula, pflegenden Angehörigen Kurmaßnahmen anbieten. Damit auch die zu Pflegenden versorgt sind, denkt Heinz-Georg Eirund, Geschäftsführer des Trägers „Caritas Brilon für Gesundheit und Familie gGmbH“, daran, Kurzzeitpflegeplätze in einem Caritas-Seniorenzentrum im nahen Hallenberg anzubieten. Eirund ist es darüber hinaus ein besonderes Anliegen, auch pflegenden Angehörigen von behinderten Kindern eine Kur zu ermöglichen.

Susanne Laschet zieht nach ihrem Tag in Winterberg ein positives Fazit: „Die Mutter-Kind-Klinik St. Ursula leistet großartige Arbeit“, sagt sie. Die Nachricht von der wichtigen Arbeit des Müttergenesungswerkes wolle sie „heraustragen in die Welt“.

Copyright: © caritas  2018