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Stand: 10.11.2017

Pressemitteilung

Am Kleinen Domplatz schlägt das Herz von Libori

Bescheidener Beginn: 1993 fand der Caritas-Treff in einem Rundzelt auf dem noch unbefestigten Parkplatz vor dem Johannes-Hatzfeld-Haus statt. Der Zugang zum Gelände war nur durch ein kleines Seitentor möglich.    Bescheidener Beginn: 1993 fand der Caritas-Treff in einem Rundzelt auf dem noch unbefestigten Parkplatz vor dem Johannes-Hatzfeld-Haus statt. Der Zugang zum Gelände war nur durch ein kleines Seitentor möglich. (Foto: Sauer)

25 Jahre Caritas-Treff in der Paderborner Libori-Festwoche: Was 1993 als Veranstaltungsort für die Caritas im Erzbistum Paderborn begann, gehört längst zum festen Besuchsprogramm vieler Libori-Gäste. "Mit dem Garten des Johannes-Hatzfeld-Hauses verfügt die Caritas über einen perfekten Ort für alle, die das typische Libori-Ambiente lieben", sagt Jürgen Sauer vom Diözesan-Caritasverband. Dazu gehöre der "Balkonblick" auf Paderquellen, Dom und Kaiserpfalz und die unmittelbare Nähe zum Pottmarkt mit seinen weiteren kirchlichen Treffpunkten. 

Der Caritas-Treff bildet neben Missionsbasar und Verbändetreff den dritten Partner im Trio der kirchlichen Treffpunkte hinter dem Dom. Hunderte von Libori-Aktiven sind hier im Einsatz, an Info-Ständen oder in der Bewirtung der Besucher. Wer sich dem Kleinen Domplatz aus Richtung Maspernplatz nähert, spürt spätestens an der Dompropsteigasse, dass hier etwas los ist: "Wie in einem Bienenkorb" brummt es, wenn hunderte Besucher gleichzeitig ein fröhliches Stimmengewirr an den Tischen und Getränkeständen erzeugen, regelmäßig nur übertönt von den Glocken des Domes, die zu den Libori-Gottesdiensten rufen. "Am Kleinen Domplatz schlägt das Herz von Libori", beschrieb eine Paderborner Lokalzeitung die einzigartige Atmosphäre. Die Mischung aus Bewirtung, Begegnung und Information kommt auch nach 25 Jahren Caritas-Treff noch gut an: 2017 lockte die neuntägige Veranstaltung rund 80.000 Gäste.  

Anfangs verstand sich der Caritas-Treff in erster Linie als Podium für die Caritas. So eröffnete 1993 der damalige Caritas-Vorsitzende, Prälat Joseph Becker, eine Foto-Ausstellung zum Thema „Menschen auf der Flucht“  Anfangs verstand sich der Caritas-Treff in erster Linie als Podium für die Caritas. So eröffnete 1993 der damalige Caritas-Vorsitzende, Prälat Joseph Becker, eine Foto-Ausstellung zum Thema „Menschen auf der Flucht“ (Foto: Sauer)

Vor 25 Jahren beschränkte sich der Caritas-Treff noch auf ein Rundzelt inmitten des unbefestigten Geländes. Hier lud die Caritas zu unterschiedlichen Veranstaltungen ein - mit eher "schweren" Inhalten. "Kurz nach dem Attentat von Solingen war Ausländerfeindlichkeit ein großes Thema",  erinnert sich Jürgen Sauer. So diente eine großformatige Fotoausstellung über Flüchtlinge, die ein Arnsberger Fotograf porträtiert hatte, als Kulisse für Podiumsdiskussionen mit bischöflichen Libori-Gästen. 

Der Zugang zum Caritas-Treff war 1993 nur über einen Seiteneingang möglich, der Hauptzugang durch das große Hoftor blieb noch durch Pottmarkt-Stände versperrt. Seitdem das zentrale Tor ab 1994 als Zugang freigegeben wurde, liegt der Caritas-Treff am Endpunkt  der Hauptachse des Pottmarktes, gleichsam in der Fluchtlinie des Besucherstromes. Der Andrang hatte schnell Folgen für die Gestaltung des Caritas-Treffs. Viele Gäste wollten mehr als nur Informationen. Die beteiligten Verbände begannen, Kaffee und Kuchen, Bratwurst und Getränke anzubieten. Sauer: "Nachts wurde bei einigen Mitarbeitern daheim noch Kuchen für die Besucher des nächsten Tages gebacken." 

Den Caritas-Treff gab es zwar schon 1993, doch erst im Folgejahr setzte der Besucherstrom ein – dank des freigegebenen Zugangs durch das Hoftor am Kleinen Domplatz. Den Caritas-Treff gab es zwar schon 1993, doch erst im Folgejahr setzte der Besucherstrom ein – dank des freigegebenen Zugangs durch das Hoftor am Kleinen Domplatz. (Foto: Sauer)

Angesichts des ständig steigenden Besucherinteresses, neuer Hygiene- und auch Sicherheitsvorschriften  wurden bald professionellere Formen der Gestaltung nötig, auch der Veranstaltungsort veränderte sich mit der Erweiterung des Hatzfeld-Hauses zum Haus der Dommusik.  Über viele Jahre meisterte das IN VIA Berufsförderzentrum St. Lioba die Herausforderung im Bewirtungsbereich. Inzwischen liegt diese Aufgabe in den Händen der Integrationsfirma Josefsbrauerei aus dem sauerländischen Olsberg, unterstützt durch Betriebe, die in der Behindertenhilfe mit dem Josefsheim Bigge z. B. in der Berufsausbildung kooperieren.                            

Libori im Caritas-Treff: Inzwischen lockt der Hatzfeld-Garten am Kleinen Domplatz jedes Jahr rund 80.000 Besucher an. 2017 erhielt der Eingang ein neues Design.Libori im Caritas-Treff: Inzwischen lockt der Hatzfeld-Garten am Kleinen Domplatz jedes Jahr rund 80.000 Besucher an. 2017 erhielt der Eingang ein neues Design.(Foto: Sauer)

Auch in diesem Jahr gibt es - natürlich - wieder einen Caritas-Treff. Geöffnet ist er vom  29. Juli bis 5. August täglich von 11 bis 19 Uhr. Start ist am Samstag, 28. Juli, ab 15.45 Uhr im Anschluss an die Vesper im Hohen Dom. Am Eröffnungstag präsentiert sich dort die Initiative youngcaritas. An den folgenden Tagen stellen sich vor: der Kreuzbund (Sonntag, 28. Juli), die Arbeitsgemeinschaft für Müttergenesung (Montag), die Caritas-Konferenzen (Dienstag), die Vinzenz-Konferenzen (Mittwoch), IN VIA (Donnerstag), die Malteser (Freitag), die Arbeitsgemeinschaft Hospizbewegung (Samstag) sowie die Caritas Wohn- und Werkstätten (Sonntag). 

Im Rahmen der diözesanweiten Kampagne "Hilfe durch Dich" werden zusätzlich die örtlichen Hochstift-Caritasverbände präsent sein: Höxter (Montag), Büren (Donnerstag) und Paderborn (Samstag, 4. August), jeweils ab 12.00 Uhr. "Hilfe durch Dich" möchte Menschen gewinnen, sich ehrenamtlich oder finanziell fördernd auf örtlicher Ebene der Caritas anzuschließen, konkret als Mitglied im Caritasverband. Infos: www.hilfe-durch-dich.de.   

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