Sonderfonds für spezifisch armutsorientierte Dienste in der Caritas

Mit dem Slogan „Respekt – alles andere kommt mir nicht in die Tüte“ werben die Taschen für einen fairen Umgang mit sozialen Randgruppen. Mit dem Slogan „Respekt – alles andere kommt mir nicht in die Tüte“ werben die Taschen für einen fairen Umgang mit sozialen Randgruppen. Foto: Markus Lahrmann / Caritas in NRW

Der Begriff Armut umfasst dabei nicht nur materielle Bedürftigkeit allein, sondern auch eine umfassende (psycho-)soziale Armut. Hierzu zählen u. a. Faktoren wie Ausgrenzung, Vereinsamung, Unterversorgung und existenzielle Lebenskrisen z. B. am Lebensende oder nach dem Verlust von Angehörigen.

Förderungswürdig sind Projekte bzw. Initiativen, die aktuelle gesellschaftliche Notlagen oder sich abzeichnende Herausforderungen aufgreifen. Gefördert wird insbesondere die Schaffung von Hilfsangeboten für Personen, die durch bestehende sozialstaatliche Systeme keine oder keine bedarfsgerechte Unterstützung erhalten.

Aktuelle Projekte vor Ort:

Arnsberg: Fallstudie Armut und Sozialraum - Armut in den Quartieren der Stadt Arnsberg

Darstellung des Projektvorhabens:

Inhaltsverzeichnis
1. Einrichtung
2. Projektvorhaben
3. Projektmerkmale
4. Projektteam
5. Stakeholder-Analyse (Projektumfeld-Analyse
5.1 Stakeholderanalyse
5.2 Kommunikationsmatrix
5.3 Portfolio-Darstellung der Stakeholder
6. Projektauftrag, Lastenheft, Pflichtenheft, Kompetenzen
6.1 Kernpunkte eines Projektauftrags
6.2 Projektart
6.3 Lastenheft und Pflichtenheft
6.5 Kompetenzprofile (Kompetenzrad von Prof. North)
7. Projektstrukturplan und Arbeitspakete
7.1 Phasenorientierter Projektstrukturplan
7.2 Arbeitspakete
8. Ablauf- und Terminplanung
8.1 Vorgangsliste
8.2 Netzplan
8.3 Struktur- und Zeitanalyse
8.4 Balkendiagramm
9. Qualitätssicherungsplan
10. Risikoanalyse
10.1 Risiken
10.2 Vorbeugende Maßnahmen
11. Projektabschluss-Review

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Attendorn: AHA - Arbeitsgelegenheiten als Hausmeisterhelfer für Asylbewerber

Träger:

Katholisches Jugendwerk Olpe e.V. FÖRDERBAND

Kurzbeschreibung:

Das Katholische Jugendwerk Olpe e.V. FÖRDERBAND verfügt bereits seit 2005 durchgehend über Erfahrungen in der Durchführung von Arbeitsgelegenheiten nach §16d SGB II
Diese Erfahrungen und Kontakte zur Hansestadt Attendorn werden in diesem Projekt genutzt, um Flüchtlinge, die in Attendorn Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) beziehen, mit einzubinden. Im Rahmen des §5 AsylbLG werden sie in Arbeitsgelegenheiten in Form von gemeinnützigen Tätigkeiten eingesetzt.

Durchschnittlich werden sechs Asylbewerbern mit 25 Wochenstunden als Hausmeisterhelfer in den zentralen und dezentralen Unterkünften für Flüchtlinge in der Stadt Attendorn beschäftigt sein. Die Teilnehmer werden hierbei von zwei Anleitern betreut.

Gemeinsam mit den Anleitern fahren die Asylbewerber an zwei bis drei Tagen in der Woche die Unterkünfte an. Vor Ort nehmen sie Schadens- und Bedarfsmeldungen auf und führen kleine Reparatur - und Verschönerungsarbeiten durch.

Ergänzend dazu erhalten Sie in unserer Einrichtung am Standort Attendorn

  • Qualifizierung in unseren Werkstätten mit Projektarbeit zur Feststellung der handwerklichen
  • Fähigkeiten,
  • Sprachunterricht,
  • Begleitung im Alltag und
  • sozialpädagogische Unterstützung.

Hierbei wird besonders Wert auf das Auftreten der Teilnehmer gelegt, wenn Sie als Mittler im Umgang mit den Bewohnern in den Unterkünften tätig sind. Soweit möglich werden ein Teil der Reparatur- und Verschönerungsarbeiten in unseren Werkstätten durchgeführt.

Durch die Mitarbeit erfahren die Betroffenen, dass sie aktiv im Prozess mitwirken können. Sie können somit perspektivisch Ansprechpartner für Neuankömmlinge sein und somit selber zur Willkommenskultur beitragen.

Wir kooperieren in diesem Projekt bzgl. der Auswahl der Teilnehmer, der Arbeiten vor Ort und der Weitergabe der Schadens- und Bedarfsmeldungen sehr stark mit der Hansestadt Attendorn.

Ansprechpartner/in:

Martin Reifenrath
Standortleitung Attendorn
02722/6344782
m.reifenrath@foerderband-olpe.de

Helmut Brocke-D’Ortona
Vorstand
02761/921-1311
h.brocke@foerderband-olpe.de

Bielefeld: Die Eltern – klasse!

 

Träger:

Caritasverband Bielefeld e.V., Fachdienst für Integration und Migration

Anlass:

In Bielefeld liegt der Anteil der Menschen mit Zuwanderungshintergrund bei 34,2%. In den letzten 3 Jahren ist die Zahl der s.g. EU-Armutszuwanderer aus Polen, Spanien, Griechenland, Bulgarien und Rumänien erheblich gestiegen.Die Migranten kennen das deutsche Schulsystem kaum. Es besteht eine Sprachbarriere. Die Mitarbeiter von Bielefelder Kitas und Schulen sind mit neuen Problemen oft überfordert. Der Übergang vom Kindergarten zur Schule und die Einschulung werden zu einer Herausforderung für Kinder und für Eltern. 

Kurzbeschreibung: 

Es werden Elterngruppen nach Muttersprachlichem Prinzip zusammengestellt. Die Eltern werden zur regelmäßigen Veranstaltungen eingeladen, die in den Räumen der Partner-KiTa/ Partnerschule stattfinden. Die Rolle und Aufgaben der Erzieher/der Lehrer sowie  die Anforderungen an die Kinder werden detailliert erklärt und besprochen. Die Teilnehmer werden über das Schulsystem in Deutschland sowie über verschiedene Angebote und Möglichkeiten für ihre Kinder in Bielefeld ausführlich informiert. Ein Dialog zwischen den Lehrern und den Eltern über ihre gegenseitigen Erwartungen sowie der Austausch mit anderen Eltern sind dabei unentbehrlich.

Ziel:

Einbezug der Armutszuwanderer aus EU-Ländern in die soziale Integration der Kinder, Verbesserung der Kommunikation zwischen Eltern und Institutionen im Elementar- und Primarbereich, mehr Engagement der Eltern bei Kinderförderung. Zusätzlich ist der Aufbau einer Internetseite als Informationsbank in jeweiligen Muttersprachen geplant.

Dauer:

vorerst 1 Jahr

Ansprechpartner/in:

Natalie Mantai, Mitarbeiterin des Fachdienstes für Integration und Migration. Tel: 0521-9619164, mantai@caritas-bielefeld.de

 

 

Bielefeld: Junge Väter – Junge Partner

Kooperation: IN VIA Mathildenheim Bielefeld – Mutter-Kind-Wohnen (§ 19 SGB VIII)

Zielgruppe: Junge Väter und hinzugekommene Partner, die bzw. deren Partnerinnen und Kind(er) im IN VIA Mathildenheim wohnen oder wohnten, bzw. durch das IN VIA Mathildenheim betreut werden.

Ausgangslage: Junge Väter in unserer Gesellschaft unterliegen vielfältigen Heraus-forderungen. Die Zielgruppe befindet sich in prekären und wirtschaftlich unsicheren Lebenssituationen, mit denen sie oft allein überfordert sind. Folgen sind u.a. soziale Benachteiligung, Bildungsdefizite, Kriminalität, Drogenkonsum, der Migrationshintergrund mit mangelnden Sprachkenntnissen und einer belasteten Familiensituation.

Durch die unklare Lebenssituation sind die Väter und Partner wirtschaftlich, sozial, psychisch, geistig und körperlich tangiert. Folgen können sein: Lebens- und Sinnkrisen, soziale Isolation, finanzielle Engpässe, Zukunftsängste, vermindertes Selbstwertgefühl, Gefühl von Ohnmacht und Scham, sowie psycho-somatische Erkrankungen. Das Projekt setzt bei dieser Problemlage an.

Ziele: Als offenes Angebot bietet das Projekt konkrete Hilfen in der Auseinandersetzung und der Identifizierung mit der Vaterrolle und der sich daraus ergebenden prekären Lebenssituationen an. Aktive Krisenbewältigung wird unterstützt und eine Klärung von persönlichen Lebensperspektiven und der Kontakt zum Kind werden angestrebt.

Angebote:

  • Gruppenangebot für junge Väter/Partner mit den Schwerpunkten einer punktuellen Begleitung im Lebensalltag in Bezug auf ihre Lebenssituation und der damit verbundenen Folgen für ihr eigenes Wertempfinden, sowie Hilfen zur Verbesserung der eigenen Wahrnehmung, Trainings zur Persönlichkeitsbildung und der Zukunftsplanung.
  • Individuelles Gesprächsangebot mit dem Schwerpunkt einer individuellen Begleitung in ganz persönlichen Fragestellungen und der Reflektion und Motivation zum eigenen Handeln.
  • Integratives Elternangebot mit dem Schwerpunkt der parteilichen Unterstützung wird den Vätern in Partner- und Hilfeplangesprächen ein Berater zur Seite gestellt.
  • Nachbetreuung mit dem Schwerpunkt der Prozessbegleitung im Übergang Auszug und eigenständiges Wohnen mit und ohne Partner, bzw. Kind.

Inhalte:

  • Konfliktbewältigung: Umgang mit der eigenen Rolle als Vater/Partner, die sich daraus ergebenden Konflikte benennen und konstruktive Lösungen entwickeln und umsetzen.
  • Krisenmanagement: Perspektivwechsel im Lebenslauf ermöglichen, Verlust- und Stagnationserlebnisse verarbeiten, Neubeginn, Aufbruch und Motivation zum Besseren gestalten.
  • Ziele umsetzen: Innere Klarheit finden, Sinnfragen klären und eigene Perspektiven erarbeiten.
  • Selbstwertgefühl aufbauen: Selbstschädigende Verhaltensweisen aufdecken, soziale Kompetenz stärken, Leistungsbereitschaft und Erfolgserfahrungen ermöglichen.
  • Verantwortung übernehmen: Unabhängige Beziehung zum Kind aufbauen, Teilhabe an Entwicklung und Leben des Kindes.

Ansprechpersonen: Geschäftsführung Thomas Ehnis, Tel.: (0521) 557761-21
Projektbetreuung: Bernd Lorenz, Tel.: (0521) 887439

Träger: Katholischer Verein für soziale Dienste Bielefeld

Bielefeld: Projekt: Familien im Quartier – Familien- und Jugendhilfe in der Stadtteilarbeit

Der SkF e. V. Bielefeld arbeitet seit 1974 in Bielefeld-Sieker im Sozialen Brennpunkt und ist dort Träger der Einrichtungen Eva Gahbler-Haus und Jugendhaus Sieker. Das Wohngebiet ist geprägt durch seine sozialgeografisch abgegrenzte Lage mit einer unzureichenden Infrastruktur. Die Bevölkerungsstruktur ist gekennzeichnet durch einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund. Unter den Bewohnern sind viele kinderreiche Familien in prekären Lebenssituationen.

Einen hohen Bedarf gibt es sozialräumlich hinsichtlich einer Weiterentwicklung und Gestaltung zur Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen und individuell für eine umfassende Unterstützung der Bewohner orientiert an ihren familiären und persönlichen Ressourcen. Insbesondere besteht ein Bedarf an einem langfristigen, niedrigschwelligen Beratungsangebot vor Ort.

Ab dem Januar 2015 wird unser langjähriger Mitarbeiter in der Sozialen Brennpunktarbeit und im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) Herr Willy Koch als Sozialarbeiter zunächst für ein Jahr vor Ort eine intensive Beratung und Einzelfallhilfe anbieten, die die sozialräumlichen Begebenheiten und persönlichen Lebensweisen der Hilfesuchenden einbezieht und sich an deren Ressourcen orientiert.

Eine enge Zusammenarbeit und Vernetzung mit dem bereits bestehenden Stadtteilmütter-Projekt und dem ASD des SkF sowie den zuständigen Stellen, Schulen, Trägern, Kirchengemeinden usw. sowie mit Bewohnerinnen und Bewohnern des Quartiers ist Grundlage des Projektes. Auch der Einsatz von Ehrenamtlichen gehört dazu.

Ziel ist die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben mit dem Einbringen der eigenen individuellen Leistungen und Fähigkeiten sowie die Entwicklung und der eigenverantwortliche Einsatz sozialer Handlungskompetenzen. Weitere Ziele sind eine stabile positive Familienstruktur und -situation als Grundpfeiler gesellschaftlicher und individueller Lebensgestaltung.

Ansprechpartner: Willy Koch
Dipl. Sozialarbeiter
Tel.: 0521/9619-145
E-Mail: koch@skf-bielefeld.de 

Träger:

Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Bielefeld

Brilon: SKIPF – Dezentrales Gruppenangebot zur Stärkung von Kindern aus materiell und psychisch belasteten Familien

Träger:

Caritasverband Brilon e.V. 

Kurzbeschreibung:

In Familien, wo psychische und materielle Belastungen bestehen, bleiben Kinder häufig mit ihren Ängsten und Überforderung allein. Sie leiden oft unter Desorientierung, sozialer Isolation, Ängsten und Schuldgefühlen. Aufgrund der Tabuisierung innerhalb und besonders außerhalb der Familie fehlen diesen Kindern wichtige Erfahrungen und Kontakte für ihre Entwicklung. Professionelle Hilfe kommt oft erst ins Spiel, wenn Kinder aufgrund der Belastung auffällig werden müssen.

Anlass zu der Idee des Projektes im HSK,  war die kontinuierlich steigende Beobachtung  dieser Gemengelage von Belastungen bei der Arbeit mit Familien in den ambulanten Erziehungshilfen und Beratungsstellen des Caritasverbandes Brilon e.V.

SKIPF will Unterstützung für die Kinder und für die Familien sein. Es hilft dabei ein soziales Netz zur Überwindung sozialer Isolation zu schaffen. Zusammen in der Gruppe können die Kinder kreative Kräfte und Fähigkeiten entdecken und Selbstvertrauen aufbauen. Sie haben einen geschützten Raum um Stress los zu werden und Fragen über psychische Erkrankungen beantwortet zu bekommen. 
Durch verschiedene vorbereitete Themen werden die Kinder auf spielerisch-kreative Weise in ihrer Persönlichkeit gestärkt, wobei aktuelle Belastungen ihren Platz haben dürfen.

SKIPF will die Enttabuisierung von psychischen Erkrankungen fördern und bietet auch Eltern einen regelmäßigen Austausch über den Prozess ihrer Kinder. Das schafft Verständnis füreinander und macht Grenzen und Bindungen für jedes Familienmitglied deutlich und zugänglich.

Das Projekt ist für Kinder zwischen 8-12 Jahren in den Orten Olsberg, Winterberg und Marsberg geplant. Die Gruppengröße beträgt 6-8Kinder. Der Zugang wird durch diverse Koopera-tionspartner geschaffen, die Eltern als Hilfesuchende das Projekt kostenlos anbieten und vermitteln. Eine Projektgruppe dauert 1Jahr lang. Die erste SKIPF-Gruppe soll im Herbst 2015 starten. 


Ansprechpartner/in: 

Inga Brombach
Caritasverband Brilon e.V.
Scharfenberger Straße 19
59929 Brilon
02961-971997
i.brombach@caritas-brilon.de

Dortmund: Finance-4-U „Schüler coachen Schüler im Berufskolleg“

Kurzbeschreibung: 

Logo finance-4-u

Gerade volljährig und schon komplett überschuldet. Dieses Schicksal teilen lt. "SchuldenAltlas" 2014 rund 15 % aller jungen Erwachsenen im Alter von 18-29 Jahren. Vor allem jugendlicher Leichtsinn und ein unreflektierter Umgang mit den eigenen Finanzen führen in dieser Altersgruppe häufig in die Schuldenfalle. Oftmals sind junge Menschen aus Familien betroffen, die bereits an der Armutsgrenze leben. Bei ihrem Bestreben dazuzugehören nutzen viele junge Volljährige ihre neu erworbene "Kreditwürdigkeit", um materielle Statussymbole wie ein exklusives Handy oder Markenkleidung finanzieren zu können. Dass sie sich mit ihrer "Hypothek" überfordern, bemerken viele erst, wenn sich Zwangsvollstreckungsmaßnahmen ankündigen. In diesem Zusammenhang berichten insbesondere Lehrkräfte an Berufskollegs von Schüler/-innen, die ihre Berufs- und Schulausbildung abbrechen, um mit diversen Jobs Geld zur Regulierung ihrer Schulden zu verdienen. In Einzelfällen wird auch von schuldenbedingter Prostitution berichtet. Da Überschuldung häufig die Ursache von Armut ist und Armut die Ursache von Überschuldung wollen wir mit dem Projekt "Finance-4-U" neue Wege gehen, um der überschuldungsbedingten Armut bei jungen Menschen entgegenzuwirken.

Ausgehend von der Erfahrung, dass junge Menschen in Krisensituationen selten die offiziellen Beratungs- und Hilfsangebote nutzen und stattdessen Hilfe bei Gleichaltrigen suchen, werden wir in Zusammenarbeit mit dem Dortmunder Karl-Schiller-Berufskolleg im zweiten Schulhalbjahr 2014/2015 eine Gruppe von ca. 15 Schüler/-innen zu Jugendfinanzcoaches ausbilden, die dann als Multiplikatoren im ersten Schulhalbjahr 2015/2016 ihr Finanzwissen an ihre Mitschüler/-innen weitergeben. Bei den Jugendfinanzcoaches  handelt es sich um Jugendliche, die die Höhere Handelsschule bzw. die gymnasiale Oberstufe besuchen. Darüber hinaus ist geplant, dass sie in der Schule mehrere Aktionen, wie einen ständigen Infostand in der Pausenhalle, Infoveranstaltungen in Klassen, eine Umfrage zum Finanzverhalten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen und ein Filmprojekt  durchführen. Für ihr Engagement erhalten die Schüler/-innen ein offizielles Zertifikat, das sie später bei Bewerbungen benutzen können.

Sowohl in der Ausbildungsphase als auch später in der Aktionsphase werden die  Jugendfinanzcoaches von der Projektleiterin Larissa Jakobsmeyer begleitet und betreut. Die Diplom-Pädagogin ist ausgebildete Fachkraft für die Schulden-präventionsarbeit und Schuldnerberaterin. Hierdurch ist sichergestellt, dass bei Bedarf in konkreten Fällen eine professionelle Schuldnerberatung erfolgen kann.

Das Projekt "Finance-4-U" ist in Abstimmung mit der Schulleitung und der Schulsozialarbeit im Karl-Schiller-Berufskolleg fest installiert. Hierdurch sollen schulden-bedingte Schul- und Berufsausbildungsabbrüche vermieden werden. Des Weiteren ist es das Ziel, die Finanzkompetenzen der Schüler/-innen zu fördern, um hierdurch überschuldungsbedingte Armut zu verhindern.


Ansprechpartnerin:

Larissa Jakobsmeyer 
SKM Dortmund e.V.
Propsteihof 10 
44137 Dortmund

Tel: 0231 18 48 117
Mobil: 0157 50 32 74 74
Mail: info@finance-4-u.de
www.finance-4-u.de

Dortmund: „Verve“ - Viel Erreichen, Risiken verringern, Elan finden

Modellprojekt für alleinerziehende Frauen und getrennt lebende Mütter

In unterschiedlichen Beratungskontexten bei IN VIA Dortmund e.V. zeigen sich vermehrt Unsicherheiten u. fehlende Perspektiven junger, alleinerziehender Frauen hinsichtlich materieller und personeller Ressourcen. Auch fehlen oftmals entlastende Unterstützungssysteme im nahen Umfeld, die mit auftretenden Partnerschaftsproblematiken u. erlebter Einsamkeit, zu Überforderung in privater/beruflicher Hinsicht führen. Zusätzlich zu etablierten Hilfesystemen/Regelangeboten soll eine Angebot-Struktur durch das Modellprojekt Verve geschaffen werden, die zunächst ein konzentriertes, individuelles und passgenaues Bildung- und Beratungsangebot in Form einer Seminarwoche nebst parallel laufenden Beratungsangeboten/Begleitung bei Behördengängen bereithält. Auch auf die Ressourcen des direkten Sozialraums wird eingegangen.

Bei dem Modellprojekt "Verve" (Viel Erreichen, Risiken verringern, Elan finden) handelt es sich um eine erste Anlaufstelle für junge alleinerziehende Mütter. Methodisch greifen die Kriterien Freiwilligkeit u. Partizipation. Das konzipierte Seminarangebot wird getragen von einen versierten, multiprofessionell arbeitendem Team, das über langjährige Berufserfahrung verfügt. Das kostenfreie, niederschwellige Angebot arbeitet ressourcenorientiert und unter der Prämisse, Hilfe zur Selbsthilfe, zu leisten. Durch das Eingebunden sein im sozialem Nahkreis fungiert das Angebot sozial- und netzwerkorientiert. Die weitere Beratung und Begleitung vervollständigt die Arbeit.

Verve soll als passgenaues und differenziertes, niederschwelliges Beratungs-/Begleitungsangebot die Teilnehmerinnen zu mehr Selbstbehauptung im Sinne von Empowerment verhelfen. Durch das Erkennen eigener Stärken und Ressourcen begehen die Teilnehmerinnen neue Wege. Neben der Stärkung der Persönlichkeit und flankierenden Beratungsangeboten soll das Angebotsspektrum durch im Anschluss stattfindende wöchentliche Beratungsangebote und monatliche Gruppenkreise ergänzt werden. So gilt in der Beratungsarbeit, neben der Abklärung/Sicherstellung existentielle Grundbedürfnisse, auch an der subjektiven Neubewertung der Lage zu arbeiten - diese nachhaltig positiv zu verändern. Nachhaltig trägt das Angebot dazu bei, die Arbeitsfähigkeit der Teilnehmerinnen zu verbessern, Folgekosten für Aus-/Weiterqualifizierung zu senken. Auch im Sinne einer präventiven Stabilisierung der Teilnehmerinnen hinsichtlich Gesundheit und der Stärkung der Erziehungsfähigkeit soll das Angebot einen sinnvollen Beitrag leisten.


IN VIA Dortmund e.V.
Propsteihof 10
44137 Dortmund
0231 / 18 48 - 138
info@invia-dortmund.de
Kontakt: Tina Rosecker

Gütersloh: „Geht hin, seht nach“

Kurzbeschreibung: 

Das Projekt "Geht hin, seht nach" ergänzt die bestehenden Beratungs- und Hilfsangebote des SkF und schließt eine Lücke im Sozialraum Gütersloh. Insbesondere die Zielgruppe der älteren Frauen wird von den bestehenden Sozialberatungsangeboten bislang nicht erfasst.

Durch das Projekt sollen Einzelpersonen oder Familien im Mittelpunkt stehen, die wegen ihres geringen Einkommens und Vermögens zwar einen Anspruch auf staatliche Unterstützung haben, diese Leistungen aber nicht immer beantragen, weil

  • sie nicht wissen, dass sie Leistungen bekommen könnten
  • sie aus Scham auf Unterstützung verzichten
  • sie befürchten, dass ihre Verwandten zu Unterhaltsleistungen herangezogen werden. 

Diese Menschen leben in sogenannter verdeckter Armut, denn sie verfügen über ein Einkommen unterhalb des Niveaus der staatlichen Existenzsicherung.

Hier setzt das Projekt des SkF an. Unser Ziel ist es, Fälle verdeckter Armut in Gütersloh aufzudecken und durch Begegnung, Begleitung und Beratung zu lindern. Dazu suchen wir neue Zugangswege zu den Rat- und Hilfesuchenden. Es sollen niedrigschwellige Begegnungsanlässe wie z.B. Frühstücksangebote, Elterncafes oder Seniorennachmittage genutzt werden, um Kontakte zu Menschen aufzubauen, die von sich aus nicht den Weg zum SkF gefunden hätten (Gehstruktur statt Kommstruktur). 

Träger:

Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Gütersloh

Ansprechpartner/innen:

Dr. Ursula Pantenburg, Vorstandsvorsitzende
Doris Leimeier und Hendrik Bolte, Projektmitarbeiter/innen

Gütersloh: "parentum" - Beratung und Begleitung von Ein-Eltern-Familien beim SkF e.V. Gütersloh

Kurzbeschreibung: Ein-Eltern-Familien haben im Vergleich zu den sogenannten Paarfamilien ein vielfach höheres Armutsrisiko. Sie sind strukturell benachteiligt im Hinblick auf Einkommen, gesellschaftliche Teilhabe und Gesundheit. Viele Alleinerziehende sind mit der alleinigen Verantwortung für sich und ihre Kinder überfordert. Oft suchen sie bereits während der Schwangerschaft die Schwangerschaftsberatung des SkF Gütersloh auf. Aber auch nach der Geburt des Kindes stellen Fragen zum Sozialrecht, Anträge bei Behörden, Konflikte mit dem Vermieter oder auch der Wunsch nach Austausch mit anderen Alleinerziehenden häufig Gründe für den andauernden Beratungsbedarf und eine kontinuierliche Begleitung der Familien dar. Hier will der SkF Gütersloh Alleinerziehenden mit seinem umfassenden Beratungs- und Unterstützungsangebot "parentum" zur Seite stehen. Zudem werden im Raum Gütersloh kaum Angebote für Alleinerziehende vorgehalten. Diese Lücke galt es durch das Projekt zu schließen.

Herzstück des parentum-Projektes beim SkF Gütersloh bildet die Allgemeine Sozialberatung für Ein-Eltern-Familien in komplexen, multiplen Not- und Konfliktsituationen durch entsprechend qualifizierte Sozialpädagogen. Die Beratung ist unabhängig von Konfession und Nationalität.

Das Beratungsangebot wird durch 6 Projektbausteine ergänzt, die den Alleinerziehenden praktische und niederschwellige Unterstützung bieten:

  • Baustein 1: Leih-Großeltern
  • Baustein 2: Alleinerziehendentreff mit Kochgruppe "Junges Gemüse"
  • Baustein 3: Ringelsöckchen (Second-hand-Kinderladen)
  • Baustein 4: Jahresprogramm für Alleinerziehende
  • Baustein 5: Erziehungs- und Familienberatung
  • Baustein 6: Gruppenangebot für Kinder aus Ein-Eltern-Familien, geleitet von einer Kinder- und Jugendtherapeutin (geplant)

Das Projekt "parentum" baut somit auf verschiedenen Säulen auf, die ineinandergreifen und sich gegenseitig begünstigen. Mit den Alleinerziehenden wird eine Zielgruppe angesprochen, für die es zuvor in Gütersloh kaum Angebote gab, die aber einen umfassenden Beratungs- und Unterstützungsbedarf hat. In allen Projektbausteinen ist für eine qualifizierte Kinderbetreuung gesorgt.

Durch eine Projektfinanzierung aus dem Armutsfond erhält der SkF Gütersloh die Chance, sich vor Ort mit seiner Beratungs- und Unterstützungskompetenz für Alleinerziehende zu profilieren, um so eine dauerhafte anteilige Refinanzierung aus öffentlichen Mitteln zu erzielen.

Ansprechpartner: Astrid Peters, Geschäftsführerin 

Hagen: Altenhagen 2.0

 

Träger:

Caritasverband Hagen e.V.

Kurzbeschreibung (Anlass, Umsetzung, Ziel, Dauer):

Die Ursachen der relativen Armut in Deutschland sind vielfältig: Arbeitslosigkeit, geringe Entlohnung, Schulden, Bildungsmangel, Trennung, Scheidung, viele Kinder, Immigration etc..Der Stadtteil Hagen - Altenhagen ist gekennzeichnet durch einen extrem überdurchschnittlich hohen Anteil an Arbeitssuchenden und Menschen, die staatliche Transferleistungen erhalten. Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund und derer von Familien mit vielen Kindern ist deutlich erhöht.
Viele dieser Personen sind von Ausgrenzung und Vereinsamung betroffen. Sie weisen in vielen Le-bensbereichen eine Unterversorgung auf. In den letzten Monaten ist eine verstärkte Zuwanderung im Stadtteil im Rahmen der EU-Binnenwanderung zu beobachten. Zeitgleich befinden sich im Stadt-teil kaum noch Angebote, die aktuelle Not- und Konfliktsituationen aufgreifen und Angebote zur Un-terstützung dieser Menschen koordinieren und ggfs. initiieren.

Mit diesem Projekt wollen wir wichtige Anlauf- und Beratungsstrukturen wieder in den Stadtteil zu-rückführen durch die Bereitstellung der eigenen Angebote an einem zentralen Ort. Gleichzeitig wer-den sozialräumliche Bedarfe wie auch Ressourcen ermittelt und zusammen geführt sowie zusammen mit den ansässigen Personen Lösungen entwickelt. Dabei werden bestehende - besonders auch pas-torale - Netzwerkstrukturen genutzt bzw. diese (neu) entwickelt.

Die Initiative soll die Folgen von Armut mildern sowie der Verstetigung und "Vererbung" entgegen wirken. Hauptziel ist die Befähigung der Menschen im Sozialraum, sie leistet Hilfe zur Selbsthilfe. Sie soll die hierzu notwendigen Ressourcen und Angebote bezogen auf den Einzelfall aber auch be-zogen auf Gruppen kennen, koordinieren und ggfs. neu initiieren. Sie soll aktuelle und/oder sich abzeichnende Notlagen innerhalb des Stadtteils aufgreifen und hieraus notwendige Handlungen ab-leiten. Hierzu richten wir eine Anlauf- und Begegnungsstelle im Sozialraum ein, in der eine Sozialar-beiterin arbeitet.

Ansprechpartner/in:
Caritasverband Hagen e.V.
Julia Schröder
Bergstraße 81
58095 Hagen
Tel. 02331/ 91 84- 0
j.schroeder@caritas-hagen.de 

Hamm: Gemeinsam statt einsam

Kurzbeschreibung:

Im Vorfeld des geplanten Projektes wurden im Zeitraum von August bis Oktober 2014 insge-samt 200 qualitative und aktivierende Interviews mit Menschen im Alter von 60-95 Jahren im Stadtteil Hamm Westen geführt. Ziel der Befragungen war es, Informationen über die Lebenssituation und die Lebenswirklichkeit alter Menschen im Quartier zu erhalten.

Bei dieser Befragung fielen 2 Gruppen auf, die von Altersarmut betroffen sind.

  1. Die Ü 80 jährigen mit nachlassender Mobilität
    In der Auswertung wurde deutlich, dass die Mobilität ab 80 Jahren nachlässt. Es sind nur noch 30% der Senioren mobil. Bis 80 Jahre waren es noch 82%. Die Senioren sind aufgrund einer Erkrankung oder körperlicher Einschränkungen in ihrer Mobilität und Kommunikationsfähigkeit stark eingeschränkt. Das führt bei einigen zur Isolation und Vereinsamung.
  2. Menschen ab +/- 60 Jahren mit schwierigen Lebens- und Erwerbsverläufen
    In den Gesprächen mit Menschen dieser Altersgruppe zeigte sich, dass Armut eigent-lich im mittleren Lebensalter beginnt. Durch Langzeitarbeitslosigkeit, schwierige Er-werbsverläufe, mangelnde Bildung, gesundheitliche Einschränkungen, desolate Fami-lienverhältnisse etc. hat sich die soziale Lage verfestigt. Benachteiligungen und Belastungen bestimmen den Alltag und verhindern Teilhabe im sozialen und kulturellen Bereich.

Im Rahmen des Projektes sollen diese Zielgruppen im Blick behalten werden, um sie präven-tiv vor prekären Lebenslagen zu schützen. Wir gehen in die Lebenswirklichkeit der Senioren und führen ganzheitlich an der Lebenswelt der Senioren orientierte Hausbesuche durch. Der Schwerpunkt liegt dabei auf alltagsunterstützende Hilfen. Senioren sollen wissen, dass es eine Anlaufstelle für sie gibt, die sie für Fragen, Anliegen und konkrete Beratung nutzen können. Damit erhalten ältere Menschen frühzeitig
ein Beratungsangebot und allgemein vorbeugende Informationen. Gemeinsam wird geklärt, welche Unterstützung im Alltag erforderlich ist, welche Hilfsmittel oder Veränderungen in der Wohnung den Tagesablauf erleichtern würden. Die Caritas in Hamm verfolgt damit das Ziel, das Recht auf Selbstbestimmung und den Erhalt der Selbständigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe von älteren Menschen im Hammer Westen zu fördern. Das betrifft in besonderer Weise Menschen, deren Mobilität nachlässt oder die sich bestimmte notwendige Hilfen finanziell nicht leisten können.

Das Projekt ist zunächst auf 2 Jahre befristet.

Ansprechpartner/in:

Petra Schleicher-Marschner
Caritasverband Hamm e.V.
Langestr. 195
59067 Hamm
Tel.: 02381- 944006
E-Mail: schleicher-marschner@caritas-hamm.de

Trägervertreter:

Elmar Marx
Vorstandsvorsitzender
Tel.: 02381/144100
E-Mail: marx@caritas-hamm.de

Träger:

Caritasverband Hamm e.V.

Herford: „impulsreich, denn impulse reichen“

Logo Impulsreich

"impulsreich, denn impulse reichen" ist der Titel des neuen Projekts des SkF e.V. Herford. Das Projekt wurde im Jahr 2014 begonnen, entstanden aus langjährigen Beobachtungen der Fachbereiche Sozialberatung für Schuldnerinnen und Schuldner und Arbeit mit Alleinerziehenden. Ziel des Projekts ist Alleinerziehende und andere Menschen, die von Altersarmut betroffen oder bedroht sind zusammenzuführen.

Alleinerziehende und ältere Menschen kommen vorranging mit Themen wie finanzielle und psychosoziale Verarmung in die Beratung. In der Regel haben sie bereits mit Folgeerscheinungen von Armut zu kämpfen. Auch Statistiken zeigen, dass circa zwei Drittel aller Einelternfamilien ihre Lebenslage nicht in gelingendem Maße meistern können. In der Stadt Herford beziehen 720 Alleinerziehende Sozialsicherungsleistungen. Auch viele ältere Menschen leben mittlerweile am oder unterhalb des Existenzminimums. Bekannt sind der Stadt Herford 740 Fälle von über 60 Jährigen. Erfahrungsgemäß wird die Zahl der Anspruchsberechtigten sehr viel höher sein. Bedingt durch die geringen finanziellen Möglichkeiten folgen häufig soziale Ausgrenzung, Verarmung, Einsamkeit, Isolation und große Scham bei den Betroffenen.

Das Projekt soll dazu beitragen Betroffene zu einem Leben mit Kontakten, Wertschätzung und Freude zu ermutigen, raus aus sozialer und wenn möglich aus finanzieller Armut. Impulsreich möchte die Betroffenen ganz niedrigschwellig ansprechen und Impulse für die Bereicherung eines gemeinsamen Alltags geben. Ein erstes Angebot ist der generationenübergreifende Brunch der seit Oktober 2014 einmal monatlich stattfindet. Gemeinsamer Austausch, Kontakte knüpfen, ausgiebig frühstücken sind erste Schritte und eine wichtige Basis für die weitere Arbeit. Wenn eine vertrauensvolle Atmosphäre entstanden ist, fallen Mitteilung von Kummer, Nöten, Sorgen sowie die Suche nach Unterstützung leichter.

Die Sensibilisierung der Gesellschaft hinsichtlich Altersarmut ist ein weiteres wichtiges Ziel des Projekts. Menschen zu erreichen, die bisher wenig Kenntnis von Altersarmut haben, zu sensibilisieren, aufmerksam zu machen, ist dringend notwendig um Altersarmut möglichst früh zu erkennen, vorzubeugen oder bereits Betroffene im Umgang mit ihrer Lebenssituation zu unterstützen.



Herford: "Kost-Bar" - Gemeinsames Essen als Lebens-Mittel-Punkt

Kurzbeschreibung:

Mit Ausnahme aufsuchender Beratungsangebote der Wohlfahrtsverbände sind soziale Einrichtungen für die Ärmsten in Herford meist im Rahmen einer "Komm-Struktur" ausgelegt: Tafeln, Warenkorb, Mittagstisch und Wärmestuben setzen voraus, dass der Hilfebedürftige auch gleichzeitig Hilfesuchender ist.

Erfahrungen der Caritas-Sozialarbeit im Ambulant betreuten Wohnen für psychisch kranke Menschen ("BeWo") haben jedoch ergeben, dass die Schwächsten unter den Hilfebedürftigen diejenigen sind, deren soziale Kontaktfähigkeit eingeschränkt ist. Die Betroffenen suchen keine Ausgabestellen oder Treffpunkte auf: teils, weil ihnen ein urbanes Orientierungsvermögen fehlt, vor allem aber, weil sie sich in einer Ballung von Hilfesuchenden nicht einbringen oder durchsetzen können (Hackordnung). Dies beobachtet der CV Herford bei den psychisch beeinträchtigten Bewo-Klienten, aber auch bei vielen anderen Menschen, die sie im Umfeld wahrnehmen: Einsame, von Wohnungslosigkeit Bedrohte, aber auch Arme, die zu stolz sind, soziale Einrichtungen aufzusuchen.

"Kost-Bar" ist eine aufsuchende Hilfe, die als mobiles offenes Angebot Sammlungspunkte der betroffenen Klientel anfährt, um dort die Erfahrung einer vollwertigen Mahlzeit, soziale Anknüpfung und menschenzugewandte Wertschätzung miteinander zu vereinen.

Ein Kleinbus mit Kleinstküche und wenigen Sitzplätzen steuert bekannte Sammlungspunkte an. Zwei hauptamtliche Kräfte stellen Material, Verpflegung und Anleitung zur Ausrichtung eines kleinen "Straßenfestes" bereit, in dem sich, je nach ihren Fähigkeiten, Klienten und Interessierte einbringen können. Tische, Bänke und ggf. ein Zelt werden aufgebaut, die Tische gedeckt und geschmückt, Außenstehende werden eingeladen und einbezogen.
Jeder Projekttag (zunächst wöchentlich) beinhaltet zwei je zweistündige regelmäßige Stopps sowie einen wechselnden Kurzstopp in sozialen Brennpunkten.

Bereits in der Vorbereitungsphase ist es gelungen, Klienten und weitere Menschen aus der Zielgruppe einzubinden: Planungszeichnungen und Gestaltungsvorschläge für Plakate und Fahrzeugbeschriftung stammen aus ihrer Feder. Der Innenausbau des vorhandenen Fahrzeugs wird im Rahmen ihrer Möglichkeiten von Klienten vorgenommen.

Außerdem ist es bereits jetzt gelungen, ein örtliches Unternehmen dafür zu gewinnen, in der eigenen Lehrwerkstatt einen Pavillon entwickeln und anfertigen zu lassen.

Da der CV Herford über keine eigene Küche verfügt, werden die Mahlzeiten transportfertig durch das örtlich kath. Pflegeheim bereitgestellt.

Zunächst bewilligt für 24 Monate, soll die "Kost-Bar" fester Bestandteil der Herforder "Soziallandschaft" werden. Wegen der fordernden Persönlichkeitseigenschaften der Zielgruppe wird das Projekt zunächst nur mit hauptamtlichen Kräften betrieben werden. Wenn es gelingt, einen Teil der Aufgaben auf geeignete Ehrenamtliche zu übertragen, werden die Projektkosten auch durch Spenden gegenfinanzierbar werden.

Ansprechpartner/in:

Richard Knoke (Vorstand)
Ralf Tilke (Projekt-AP, Dipl.-Sozialarbeiter)

 

Träger:

Caritasverband für die Stadt und den Kreis Herford e. V.

Herne: Verbesserung der Lebensqualität arbeitsloser Menschen durch in erster Linie präventive physiotherapeutische Maßnahmen

präventive physiotherapeutische Maßnahmen-1

Arbeitslosigkeit und insbesondere Langzeitarbeitslosigkeit ist mit einer Fülle von gesundheitlichen Folgeproblemen verbunden. Neben der Beeinträchtigung der psychischen Gesundheit sind auch immer wieder körperliche Beschwerden zu beobachten. Häufig bedingen und verstärken  sich psychische und physische Probleme noch einmal gegenseitig, und zwar in einem komplexen Wechselspiel. Oft bildet sich hier ein Teufelskreis - gerade langzeiterwerbslose Menschen kommen dann ohne Hilfe nicht mehr aus der Spirale von Arbeitslosigkeit und schlechter Gesundheit heraus. 

Herne hat eine Arbeitslosenquote im Schnitt von ca. 13 Prozent und liegt damit über dem Bundes- und Landesdurchschnitt NRW. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen Menschen liegt in Herne bei 45 Prozent der gemeldeten Arbeitslosen. Dieser Anteil spiegelt sich auch in der alltäglichen Beratungspraxis des Arbeitslosenzentrums wieder, wobei der Anteil der Langzeitarbeitslosen unter den Menschen, die das ALZ regelmäßig aufsuchen bzw. regelmäßig die Angebote in Anspruch nehmen bei fast hundert Prozent liegt.

Nicht selten werden Kopfschmerzen und Migräne, Nackenschmerzen, Bandscheibenvorfälle, vegetative Beschwerden und Befindlichkeitsstörungen genannt. 
Neuere wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass es zwischen Schmerz und Depression physiologische Überlappungen bzw. Schnittmengen gibt. 
In diesen Bereich fällt auch die Problematik Übergewicht. Übergewicht wird sowohl durch Stress als auch durch mangelnde Bewegung befördert. Es liegt auf der Hand, dass gesundheitliche Probleme dieser Art eine  Reintegration in den Arbeitsmarkt erschweren, wenn nicht unmöglich machen.

Das Arbeitslosenzentrum hat sein Erwachsenenbildungsangebot, insbesondere sein psychotherapeutisches bzw. psychologisch-präventives Programm durch präventive Maßnahmen aus dem Bereich Physiotherapie ergänzt.

Modellcharakter gewinnt das Projekt durch den Zusammenhang, in das es gestellt ist. Es ergänzt auf einmalige Art und Weise die anderen Bausteine der Arbeit des Arbeitslosenzentrums, von denen es nicht getrennt betrachtet werden kann. Das Gesamtpaket aus Lobbyarbeit, Rechtsberatung, Psychotherapie, kultureller und politischer Bildung sowie spirituellen Impulssetzung ergänzt durch physiotherapeutische Maßnahmen stellt einen ganzheitlichen Ansatz zur Förderung der Gesundheit bzw. Lebensqualität arbeitsloser Menschen dar. Zudem werden Menschen nah an ihrem Lebensumfeld erreicht. 

Die CKD Wanne-Eickel stellt dem ALZ flankierend finanzielle Mittel für einzelfallbezogene Gesundheitspflege zur Verfügung. Über der vom Diözesan-Caritasverband geförderten Maßnahme steht das Motto Tue deinem Körper Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen. Durch frühe Präventivmaßnahmen werden Risikofaktoren beeinflusst und die Gefahr chronischer Krankheiten gesenkt  bzw. Teufelskreise unterbrochen.

Die sekundärpräventiven physiotherapeutischen Maßnahmen werden in erster Linie in der Gruppe durchgeführt. Einmal wöchentlich, immer mittwochs in der Zeit von 15:00 bis 17:00 Uhr bietet eine Physiotherapeutin auf Honorarbasis einen entsprechenden Kurs anbieten. Für das Projekt wurde ein gesonderter Raum angemietet und mit entsprechenden Gerätschaften ausgestattet. Neben der Haltungs- und Bewegungsschulung steht Muskelkräftigung, Muskelentspannung und Dehngymnastik im Vordergrund. Interessenten erhalten Empfehlungen für richtiges (Nordic-)Walking, Laufen bzw. Joggen oder andere Selbsthilfemaßnahmen. Daneben kommen neben unterschiedlichen Entspannungstechniken auch verschiedene Massageformen zum Tragen.

In der Regel nehmen an den präventiven Maßnahmen 5 bis 7 Personen an einem Termin teil. Einer größeren Teilnehmerzahl sind rein räumlich Grenzen gesetzt. Es nehmen mehr Frauen als Männer teil.  Das Durchschnittsalter liegt bei über 50 Jahren. Das Angebot wird veröffentlicht, damit verschiedene Personen bzw. immer mehr Menschen von dem Programm profitieren können. 

präventive physiotherapeutische Maßnahmen-2

Konkret beginnt der Kurs in der Regel mit verschiedenen Bewegungsübungen. Als Hilfsmittel dienen abwechselnd z. B. Bälle, Therabänder und kleinere Gewichte. Die Bewegungsübungen werden im Stehen oder auf einem Hocker sitzend durchgeführt. Als nicht unwesentliches Element in diesem Zusammenhang erweist sich  jedoch die zu den Übungen ausgewählte Musik. Die Anleiterin wählt Titel, die in den sechziger, siebziger und achtziger Jahren populär waren. Während der Bewegungsübungen entfaltet sich regelmäßig eine Raterunde zu den Musiktiteln. Immer wieder führt die Musik die TeilnemerInnen in die eigene persönliche Geschichte. Auf diese Art entspinnt sich während der Bewegung so etwas wie biographische Arbeit. Ein anderes nicht zu unterschätzendes Element ist Humor. Immer wieder werden Impulse gesetzt, die zum Lachen anregen. Bewegung, Rückbesinnung auf das eigene Leben, Sprechen über das, was gerade die eigene Person beschäftigt und nicht zuletzt Humor ermöglichen es, Verspannungen sowohl auf körperlicher als auch seelischer Ebene zu lösen. Menschen werden aus dem Steckenbleiben in den eigenen Sackgassen herausgelockt. Nach der Bewegungsphase schließt sich eine angeleitete Entspannungsphase mit sanfter Musik an. Was sich zuvor positiv auf die Stimmungslage ausgewirkt hat, kann sich nun tief in das Bewusstsein absenken. Abgerundet wird das Ganze durch das Angebot einer individuellen Massage. Dabei kann der/die Einzelne noch einmal erfahren werden, dass er/sie sich auf etwas einlassen kann, dass man berührt wird, dass man etwas für sich tut, dass etwas für einen getan wird. Eine Erfahrung, die die meisten Menschen, die in das Arbeitslosenzentrum kommen längst nicht mehr machen.

Die Menschen, die das Angebot genutzt haben, kommen immer wieder gern darauf zurück. Vor dem Hintergrund der Beobachtung, dass arbeitslose Menschen, wenn überhaupt, dann nur zögerlich auf Hilfsangebote zurückgreifen, kann sicher der Schluss gezogen werden, dass die TeilnehmerInnen den Eindruck haben, dass sie davon sowohl kurz- als auch langfristig profitieren. Sie berichten spontan, dass sie sich im Anschluss an die Übungen entspannter und vor allem besser gelaunt fühlen. Der Aspekt, vorbeugend etwas für seine Gesundheit tun zu können, ist durch das kleine Projekt zumindest im Bewusstsein der Teilnehmenden noch einmal neu verankert.

Wie bei allen Angeboten, auch insbesondere für langzeitarbeitslose Menschen, bedarf es ständiger Impulse, unerschütterlicher Werbung, sowohl über Mundpropaganda als auch die gängigen Medien.

Träger:

Arbeitslosenzentrum Herne e. V

Hermann-Löns-Str. 8
44623 Herne
Tel.: 0 23 23/555 47
e-mail: herne-alz@arcor.de
Ansprechpartner: Franz-Josef Strzalka

 

Lippstadt: „Street-Care“-Medizinische Versorgung Wohnungsloser

„Street-Care“

Kurzbeschreibung:

Seit Januar 2012 wird beim SKM Lippstadt das Projekt "Street-Care" umgesetzt. "Street-Care" ist ein Erstversorgungsangebot für Wohnungslose die behandlungsbedürftig sind und nicht anderweitig medizinisch versorgt werden. Grundlage der Arbeit ist eine tragfähige Beziehung zwischen dem Helfer und den Nutzern. Eine Krankenschwester mit Psychiatrieerfahrung, ausgestattet mit einem Fahrrad sucht Wohnungslose in Lippstadt an den Plätzen auf, an denen Sie sich aufhalten. Sie kommt ins Gespräch, leistet im Rahmen ihrer Profession Erste Hilfe und versucht durch Schaffung einer Vertrauensbasis die Annahme medizinischer Hilfeleistungen einzuleiten. (Wohnungslose werden ins Krankenhaus begleitet, der Kontakt wird gehalten, Verbandmaterial verteilt, Pflaster geklebt, auf Anweisung des Arztes Behandlungspflege durchgeführt.) Die Möglichkeit der Körper- und Bekleidungspflege ist beim SKM gegeben und gehört ebenfalls zum Projekt.

Ziel des Projekts: 

Kurzfristiges Ziel ist eine unbürokratische pflegerische Akutversorgung. Mittelfristig soll die Behandlung von der Straße in die dafür vorgesehenen Räumlichkeiten in der Geschäftsstelle des SKM verlagert werden. Langfristig soll über die Erstversorgung hinaus die Einbindung der Wohnungslosen in die etablierten Strukturen des Gesundheitssystems erreicht werden. In keinem Fall soll ein zusätzliches, minder leistungsfähiges Versorgungssystem geschaffen werden.

Projektstart:

Januar 2012

Zielgruppe: 

Wohnungslose in Lippstadt und Umgebung. Auch Obdachlose auf der Durchreise fragen das Angebot nach.

 

Was macht das Projekt "nachhaltig"?:

Die Arbeit ist darauf gerichtet, weitergehende Versorgung durch das Regelsystem zu innitiieren und sicherzustellen. Dieses bedingt einen hohen Vernetzungsgrad mit dem zuständigen Hilfesystem. Der Aufbau eines Netzwerkes für den Personenkreis "Wohnungslose" ist ebenfalls eine der Aufgaben der Krankenschwester

Personaleinsatz: 

Eine Krankenschwester mit Psychiatrieerfahrung ist 10 Stunden wöchentlich im Projekt tätig.

Träger:

Sozialdienst Katholischer Männer e.V. Lippstadt
Cappelstr. 50-52
59555 Lippstadt

Ansprechpartner/in

Gabriele Leifels Tel.: 02941/973421

Lünen: Stadtteileltern in Lünen

Kurzdarstellung: 

Der Caritasverband Lünen-Selm-Werne e.V. bietet seit mehr als 40 Jahren ein breites Spekt-rum an sozialen Dienst- und Beratungsleistungen und setzt sich in Lünen, Selm und Werne für gerechte und soziale Lebensbedingungen ein.

Im Fachbereich Kinder-, Jugend- und Familienhilfe beraten wir in Lünen seit über 40 Jahren in der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche ratsuchende Eltern und Kinder und sind an drei Schulen mit einem "Offenen Ganztag" aktiv. Weiterhin engagieren wir uns in der Schulsozialarbeit und bieten an einer Schule eine pädagogische Mittagsbetreuung an. In Selm und Werne sind wir mit ambulanten Jugendhilfeangeboten vor Ort und begleiten und unterstützen Familien in ihrem Alltag.

Anlass:

In drei Lüner Stadtteilen liegt der Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund zwischen 39,3 % und 43,5 %. Diese Bevölkerungsgruppe nutzt oft kaum Zugangsmöglichkeiten zu Bildungs- und Hilfsangeboten. Stadtteilmütter und -väter kennen die Bedürfnisse und der Fragen der Menschen mit Migrationshintergrund meist aus eigener Erfahrung und können auf Augenhöhe Ihre Unterstützung anbieten.

Umsetzung und Ziele:

Um den Kontakt zwischen Bildungseinrichtungen und Hilfesystemen auf der einen und Familien mit Zuwanderungsgeschichte (u.a. auch Asylbewerber und Flüchtlinge) auf der anderen Seite zu intensivieren, Vertrauen auf- und Ängste abzubauen, werden Stadtteileltern als Brückenbauende gewonnen. Sie haben ggf. selbst eine Zuwanderungsgeschichte und sind zu-gleich in Schulen, Kindergärten oder in Vereinen aktiv. Ziel des Projektes ist es, dass in drei Lüner Stadtteilen bzw. Sozialräumen mit hohem Migrationsanteil jeweils mehrere Stadtteileltern diese Mittlerrolle übernehmen.

Stadteileltern kennen die im Stadtteil und in Lünen vorhandenen Angebote und informieren andere Eltern und vermitteln sie weiter. Sie beraten und begleiten bei Bedarf andere Eltern und unterstützen Einrichtungen in der Kontaktaufnahme zu den Eltern. Ein besonderes Au-genmerk liegt auf den Bereichen Bildung und Förderung für Kinder und Eltern sowie die Er-ziehung und Begleitung bei familiären Problemen. Weitere Schwerpunkte sind Sprachförderung und bilinguale Erziehung sowie Themen aus den Bereichen Freizeit, Sport und Ernährung.

Darüber hinaus haben Stadtteileltern die Möglichkeit eigene Projekte im Stadtteil zu initiieren, Elterngruppen zu leiten und Sprechstunden in Schulen und Kindergärten anzubieten. Die Ehrenamtskoordinatoren stehen in engem Kontakt mit den einzelnen Stadtteileltern, beraten und begleiten sie in ihrer Aufgabe. Sie organisieren regelmäßig Treffen mit allen Stadtteileltern im Sozialraum und sichern einen gegenseitigen kollegialen Austausch. Als Koordination sind Sie Ansprechpartner für die Fachdienste Migration und Flüchtlinge des Caritasverbandes sowie die pastoralen und ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Pfarreien und Gemeinden.

Startpunkt für das Projekt:

01.03.2016 für die Dauer von 12 Monaten mit der Möglichkeit der Fortsetzung

Ansprechpartner/in:

Caritasverband Lünen-Selm-Werne e.V.
Markus Hunke
Graf-Adolf-Str. 23

44534 Lünen

Menden: Soziale Beratungsstelle „Richtungswechsel“ im Sozialmarkt Arche

Beratungsstelle-Richtungswechsel, Menden

In Trägerschaft des SKM Menden, der Gemeinde St. Vincenz, des Rotary-Clubs sowie der Orts-Caritaskonferenzen werden existenzunterstützende Angebote (Lebensmittel-, Bekleidungs- und Möbelladen sowie Suppenküche) vorgehalten. Diese werden seit Jahren von einer wachsenden Zahl Hilfesuchender genutzt. Durch eine Soziale Beratungsstelle werden diese unmittelbaren Hilfen nun ergänzt und um den Aspekt der nachhaltigen Selbsthilfe erweitert.

Die Beratung wird von zwei Fachkräften der Sozialarbeit mit jeweils einer halben Stelle geführt. Die Beratung steht für alle Besucher der Arche offen und findet sehr niedrigschwellig in direkter räumlicher Nähe und ohne Terminvergabe statt. Sie soll für alle sozialen Probleme offen sein und hier im Einzelfall beratend, in Kooperation und Vernetzung mit anderen Diensten vermittelnd, unterstützend vorgehen.

Mittels Entwicklung und Aufbau eines mit ehrenamtlichen Kräften geführten begleitenden Dienstes im Sinne "psychosozialer Patenschaften" - Begleitung zu Behörden, Hilfestellung bei Anträgen, Begleitung zu anderen Diensten, ggf. Hilfe zur Überwindung sprachlicher Hürden etc. sowie evtl. familienunterstützende praktische Hilfen etc. - soll das System auf eine breite Basis ausgedehnt werden.

Die Hilfesuchenden sollen weitgehend in den gesamten Prozess einbezogen werden mit dem Ziel der Förderung und des Erhalts der Teilhabe durch Ermittlung und Aktivierung der eigenen Ressourcen. Bestenfalls hin zu einer zu an Selbsthilfe und Selbstverantwortung orientierten Entwicklung, an deren Ziel ein Leben ohne ständige Abhängigkeit von existenzunterstützenden Hilfesystemen steht. 

Die Mitarbeiter der Beratungsstelle sind zudem für die Unterstützung und Fortbildung der ehrenamtlichen Mitarbeiter sowie für die Gewinnung, Einführung und Begleitung neuer Mitarbeiter zuständig.

Ansprechpartner:

Herr Wilhelm Halekotte
Tel.: 0 23 73 / 92 87 - 11
w.halekotte@skm-menden.de

Olpe: Angekommen/Angenommen

Kurzbeschreibung: 

Die Zahl der in den Gemeinden zugewiesenen Flüchtlinge steigt stetig. Ein Ende ist nicht abzusehen. Hierbei benötigen die betroffenen Menschen nicht nur eine Grundausstattung in Form von Möbeln, Hausrat, Kleidung und Spielzeug(ANGEKOMMEN), sondern auch eine Willkommenskultur, die Ihnen hilft sich zu orientieren und am Gemeinwesen zu beteiligen(ANGENOMMEN).

In Lennestadt gibt es eine große Hilfsbereitschaft und eine sehr große Spendenbereitschaft. Im "Arbeitskreis für Integration" der Stadt Lennestadt wird diese Arbeit strukturiert und Ergebnisse zusammengetragen. Die Ehrenamtsbörse EiL der Stadt Lennestadt sowie die Pfarrgemeinden sind Anlaufstellen für Bürger, die sich im Rahmen der Flüchtlingshilfe organisieren möchten.

Unser Projekt übernimmt nun die Aufgabe, die im Rahmen der Hilfsbereitschaft der Bevölkerung eingerichteten Sammelstellen zu unterstützen und die dringend benötigte Sammelstelle für Möbel aufzubauen und zu führen.

Des Weiteren sollen die betroffenen Flüchtlinge, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz(AsylbLG) beziehen, mit eingebunden werden. Im Rahmen des §5 AsylbLG werden sie in Arbeitsgelegenheiten in Form von gemeinnützigen Tätigkeiten bei den Annahmestellen mithelfen. Geplant ist die durchschnittliche Beschäftigung von sechs Asylbewerbern mit 25 Wochenstunden aufgeteilt in den Bereichen:

  • Möbelbörse (Förderband mit Unterstützung der Stadt Lennestadt),
  • Kleiderkammer (Caritashaus Meggen, Caritaskonferenz Elspe)
  • Tauschbörse Starenkasten (Förderband),
  • Fahrradwerkstatt (Sozialwerk St. Georg und EiL).

Ergänzend zu diesen Tätigkeiten erhalten die Teilnehmer Sprachunterricht, Begleitung im Alltag und sozialpädagogische Unterstützung. Durch die Mitarbeit erfahren die Betroffenen, dass sie aktiv im Prozess mitwirken können. Sie können somit perspektivisch Ansprechpartner für Neuankömmlinge sein und somit selber zur Willkommenskultur beitragen.

Möbelbörse: 

Bielefelder Str. 122a
57368 Lennestadt-Elspe
Öffnungszeiten:
Di: 14.00 - 18.00 Uhr
Do: 08.30 - 12.00 Uhr und nach Vereinbarung

Annahme und Ausgabe von

  • Betten 90/100 x 200 inkl. Lattenrost
  • Regale
  • Stühle
  • Tische
  • kleine Schränke
  • Sessel
  • Schlafcouch
  • Hausrat: Geschirr, Besteck, Töpfe nach Absprache
  • aus Platzgründen können keine großen Schränke bzw. Schrankwände und Sofalandschaften/Ecksofas angenommen werden
  • aus Gewährleistungsgründen können keine Elektroartikel (weiße Ware) angenommen werden. Es besteht aber die Möglichkeit an einem schwarzen Brett abzugebene Waren zu inserieren
  • aus Hygienegründen können keine gebrauchten Matratzen, Kissen oder Bettdecken angenommen werden.
  • bei demontierten Möbelstücken bitten wir um das Beifügen der Montageanleitung oder falls nicht mehr vorhanden eines Bilds des Möbelstücks im aufgebauten Zustand

Träger:

Katholisches Jugendwerk Olpe e.V. FÖRDERBAND

Ansprechpartner: 

Barbara Lötfering
Projektleitung 
Tel.: 02723 9568-14 
b.loetfering@foerderband-olpe.de 

Helmut Brocke-D’Ortona
Vorstand
02761/921-1311
h.brocke@foerderband-olpe.de

Olpe: Kooperation zwischen der allg. Sozialberatung „Ausweg“ und den Warenkörben/Tafeln im Kreis Olpe

Kurzbeschreibung:

Logo Beratungsstelle 'Ausweg'

"Ausweg" ist das offene und allgemeine Beratungsangebot des KSD Olpe. Aus der Praxis heraus ergaben sich zunächst sporadische Kontakte zur örtlichen Caritas-Konferenz und dem ökumenischen Warenkorb Olpe.

Dabei ging es vor allem um Einzelne und Familien im Hartz-IV-und Sozialhilfebezug.
Nach einiger Zeit ergab sich für die Beteiligten die Notwendigkeit, die sporadischen Kontakte zu institutionalisieren, da der Bedarf und die Nachfrage nach Beratung stark anstieg. Daraus entstand ein mittlerweile festes wöchentliches Sprechstundenangebot im ökumenischen Warenkorb Olpe.

Weiterhin entstand die Absprache mit den Caritaskonferenzen in Olpe, Hilfsbedürftige in entsprechenden Notlagen an "Ausweg" im KSD Olpe zu vermitteln, gegebenenfalls materielle Hilfen auch an die Kontaktaufnahme zu "Ausweg" zu koppeln.

Ein weiteres Ziel ist die Kontaktaufnahme zu den anderen Ausgabestellen und Caritaskonferenzen im Kreis Olpe, um ein ähnliches Angebot zu schaffen. Außerdem könnten die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Warenkörbe im Umgang mit dem Sozialrecht und dem örtlichen Hilfesystem geschult werden, um so noch besser auf die Bedürfnisse der Hilfesuchenden einzugehen und ggf. direkt an die passen-den Dienste weiterzuvermitteln.

Das Projekt ist auf eine Dauer von vier Jahren ausgelegt.

Ansprechpartner/in: 

Daniel Schulte (Kath. Sozialdienst für den Kreis Olpe)
Mühlenstr. 5
57462 Olpe
Tel.: 02761 8368-1623
Email: d.schulte@ksd-olpe.de

Olpe: Unsere Zukunft gestalten – Bildungsangebote für Asylbewerber in Olpe

Kurzbeschreibung:

Nichtvorhandene Deutschkenntnisse unserer Asylbewerber erschweren die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. IN VIA möchte diesem Menschen perspektiven geben. Die Deutschsprachkenntnisse sollen in einem Bausteinsystem vermittelt werden, die gleichermaßen Inhalte wie Kultur in Deutschland, Olpe als Lebensraum (Gesundheitssystem, öffentliches Verkehrswesen, Notfallsysteme…) und Arbeitsweltbezüge (Bewerbung, Einblicke in Unternehmensstruktur) beinhalten. Durch die zielgerichteten arbeitsmarktorientierten Informations- und Sprachvermittlung soll schon das "Duldungsjahr" als Wegbereiter für eine positive persönliche und berufliche Lebensperspektive dienlich sein. Zudem sollen weitere Bildungsangebote mit den Asylbewerbern entwickelt werden.

Dreimal die Woche erhalten die Teilnehmer Deutschunterricht mit dem Ziel die A1-Prüfung abzulegen. Im letzten Quartal des Kurses steht ein berufsbezogener-Kompetenzcheck, der den Teilnehmern eine weitere Orientierung für die Zukunftsgestaltung geben soll. Zudem erhalten die TN die Möglichkeit eines zusätzlich differenzierten Unterrichts zu besuchen (z.B. Alphabetisierung). Neben dem Deutschunterricht werden mit den Teilnehmern weitere Bildungsangebote entwickelt und angeboten. Die Teilnehmer erfahren so eine tägliche Alttagstrukturierung im Vormittagsbereich.

Beim gesamten Projekt steht der Mensch im Mittelpunkt. Er soll ankommen dürfen und sich willkommen fühlen. Das Projekt ist vorerst auf ein Jahr angelegt.

 

Träger:

IN VIA Olpe, kath. Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit (Fachverband im Caritasverband Olpe

Ansprechpartner/in:

Rebecca Köster
rkoester@caritas-olpe.de
Telefon: 02761-9211711

Paderborn: Armutskundschafter – Not sehen und handeln in den Pastoralen Räumen

Kurzbeschreibung: 

Das CKD-Projekt Armutskundschafter qualifiziert und begleitet ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Kundschafter für soziale Notlagen zu sein. "Kirche an den Rändern der Gesellschaft sein" - diese von Papst Franziskus benannte Herausforderung ist Auftrag und Selbstverständnis der Caritas-Konferenzen. Unter dem Leitwort "Not sehen und handeln - weiter sehen und  weiter gehen!" sind die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der  Caritas-Konferenzen eingeladen, den neuen Pastoralen Raum aus dem  Blickwinkel der Armutsbegegnung neu in den Blick zu nehmen.

Das Projekt Armutskundschafter bietet Ausbildung und Begleitung. Von der Sozialraumanalyse bis hin zur Projektentwicklung werden Hilfestellungen und Methoden vermittelt. Aber auch die Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung verschiedener Formen von Armut und ihrer Begegnung stehen im Fokus der  Ausbildung zum Armutskundschafter. Eine Arbeitshilfe zum Projekt ermöglicht eine weitere Auseinandersetzung und Vertiefung.

Zielgruppe: 

CKD-Gruppen in den neuen Pastoralen Räumen, die gemeinsam ihren  neuen Sozialraum in den Blick nehmen möchten  Interessierte ehrenamtliche Mitarbeiter/innen der Caritas-Konferenzen,  Helfergruppen und Ansprechpartner der Gemeinde oder der Region

Ziele der Ausbildung:

  • Selbst- und Sozialkompetenz 
    Die Teilnehmer/innen befassen sich im Ausbildungsangebot mit ihrer eigenen 
    Person, dem Umgang und der Beziehung mit anderen. Hierbei steht die Frage der 
    Begegnung von Menschen in verschiedenen Armutslagen im Fokus. Die 
    Teilnehmenden werden gestärkt, eigene Stärken und Grenzen zu erkennen und 
    entwickeln individuelle Handlungsstrategien, um der Angst vor Überforderung 
    entgegen zu wirken.
  • Pädagogische Handlungskompetenz
    Die Teilnehmer/innen werden befähigt, als ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter situations-, sachgerecht sowie prozessorientiert zu handeln. Im Fokus steht die Unterstützung und Begleitung von von Armut betroffenen oder bedrohten Menschen in ihrer jeweiligen Lebenssituation. 
  • Pastorale Kompetenz 
    Die Teilnehmer/innen setzen sich mit ihrem ehrenamtlichen Engagement im  Verhältnis zu Gott, Glaube und Kirche auseinander. Hierbei stehen die eigene Berufung sowie das ehrenamtliche Engagement als Ausdruck gelebten Glaubens im Mittelpunkt. Darüber hinaus befassen sich die Teilnehmer/innen mit der katholischen Soziallehre und der Bedeutung der Sozialprinzipien 

Personalität (Menschenbild der unantastbaren Würde eines jeden Menschen), Solidarität (Sozialprinzip des mitmenschlichen Zusammenhalts)>
Subsidiarität (Sozialprinzip der Verantwortlichkeit und Selbsthilfe der kleineren gesellschaftlichen Einheiten, beginnend bei der Familie) 

  • Gesellschaftliche und politische Kompetenz: 
    Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwerben die Fähigkeit, ihr persönliches ehrenamtliches Engagement als gesellschaftliches und bürgerschaftliches Engagement zu erkennen und zu gestalten. Der Fokus der Auseinandersetzung liegt sowohl auf der Vertretung der Anliegen der CKD und der von Armut betroffenen Menschen in kirchlichen und politischen Gremien sowie der  Vermittlung der Bedeutung von Bündnispartnern zur Interessenvertretung. 
  • Feldkompetenz:
    Die Teilnehmer/innen erweitern ihr Wissen in den Themenbereichen "Armut", "Sozialraumanalyse" sowie "Projektmanagement". Hierbei dient die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Armut als  Grundlage der Analyse des Sozialraumes sowie der hieraus resultierenden  (Weiter-)Entwicklung von Angeboten. 

 

Projektzeitraum: 

Projektbeginn: Juli 2014 

Projektlaufzeit: 1 Jahr, ggf. Verlängerung um ein weiteres Jahr 

 

Träger: 

Caritas-Konferenzen im Erzbistum Paderborn e.V. 

Ansprechpartner: 

Kathrin Jäger (Projektreferentin) 
Tel.: 05251 209 - 351
k.jaeger@caritas-paderborn.de

Annette Rieger  (Geschäftsführerin)
Tel.: 05251 209 - 281
a.rieger@caritas-paderborn.de

 

 

Paderborn: Den Durchblick behalten

Kurzbeschreibung:

Logo: Den Durchblick behalten

Für gesetzlich Krankenversicherte sieht § 33 SGB V  eine Versorgung mit Sehhilfen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres vor. Danach besteht Anspruch auf eine Sehhilfe nur, wenn die Sehschwäche auf beiden Augen so gravierend ist, dass der Betroffene selbst auf dem besser sehenden Auge mit Brille oder Kontaktlinsen nicht mehr als 30 % von dem sieht, was ein Mensch mit normaler Sehkraft erkennt. Dies bedeutet, dass für viele die Anschaffung einer Brille selbst gezahlt werden muss. Und wer eine Brille benötigt weiß, was diese kosten kann. Belastend oder gar unmöglich ist da die Anschaffung einer Brille für die Menschen, die nur über ein geringes Einkommen verfügen.

In diesen Fällen leisten die Vinzenz-Konferenzen Einzelfallhilfe, indem sie den betroffenen durch eine finanzielle Unterstützung den Kauf einer Brille ermöglichen.

Ziel dieser Aktion ist die Unterstützung der Bedürftigen. Jedem sollte es zustehen, seine Lebensqualität durch gutes Sehen zu erhöhen.

Das Projekt soll erst einmal bis Ende 2016 ausgeschrieben werden.

 

Träger:

Vinzenz-Konferenzen im Erzbistum Paderborn e.V. 

 

Ansprechpartner:

Matthias Krieg
Tel.: 05251 209-2136
m.krieg@caritas-paderborn.de 

Paderborn: Lebensmittelgutscheine

Die verbandliche Caritas setzt sich seit Jahren politisch dafür ein, dass Menschen in Krisen und Not ausreichend durch Sozialleistungen in ihrer Existenz gesichert sind. Feststellbar ist, dass die Sozialleistungen nicht ausreichen, um es eine zunehmende Zahl von Menschen gibt, bei denen am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig ist. Diese Menschen verhalten sparsam und korrekt im Umgang mit Geld. Trotzdem kommen sie nicht zurecht. Hier gilt es den goldenen Mittelweg zu gehen. Einerseits der Klientel eine qualifizierte Beratung anzubieten, andererseits aber auch keine Beratung aufzuzwingen, wenn erkennbar die staatlichen Leistungen unzureichend sind. Hier kann die gezielte finanzielle Unterstützung ein probates Mittel der "barmherzigen" Hilfeleistung sein.

Der Caritasverband Paderborn wird fast täglich von Familien und Einzelpersonen aufgesucht, die nicht über das Geld für die nächste Mahlzeit oder für Lebensmittel am folgenden Wochenende verfügen. Es handelt sich dabei ganz häufig um Menschen aus dem Harz IV Bezug, aus der Grundsicherung oder einem deutlich geringen Erwerbseinkommen. Nicht selten sind davon minderjährige Kinder betroffen. Aus unserer Sicht nimmt die Zahl der bedürftigen Familien, die sich einen solchen Lebensmittelgutschein abholen, kontinuierlich zu.

Die Prüfung der individuellen Bedarfe und der persönlichen oder familiären Notlagen übernimmt eine ehrenamtliche Kraft, hier ist es uns gelungen, den ehemaligen Leiter eines Hauptamtes einer Kommune im Kreis Paderborn als ehrenamtliche Kraft zu gewinnen. Er war u.a. Leiter eines Sozialamtes und ist aus der Erfahrung heraus in der Lage, Notlagen zu bewerten. Lebensmittelgutscheine gibt es jeweils nur dann, wenn keine andere Stelle vorleistungspflichtig ist, bzw. der Ratsuchende Ansprüche gegen eine andere Stelle hat. Darüber-hinaus gibt es nicht mehr als drei Lebensmittelgutscheine pro Kalenderjahr, pro Person.

Die Herausgabe der Lebensmittelgutscheine geschieht aus unserem Selbstverständnis "Not sehen und Handeln". Ziel ist, zumindest die Mahlzeiten sicher zu stellen bei den Personen, die mit dieser Bitte an uns herantreten.

Friedrich Hake
Bereichsleiter 

Caritasverband Paderborn e.V.
Kilianstraße 26-28
33098 Paderborn
Tel. 05251 1221-0
Fax 05251 1221-22

Rheda-Wiedenbrück: Haushaltsführerschein

Kurzbeschreibung:

Das Projekt folgt dem Ziel, Menschen in der Organisation ihres Haushaltes und der sparsamen Verwendung der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel zu unterstützen, außerdem ihre Kompetenzen im Bereich der Alltagsbewältigung zu stärken und ihre Motivation an der Organisation des Tagesablaufes zu fördern.

Das Angebot basiert auf vier Teilbereiche: Hauswirtschaft, Nahrungszubereitung, Finanzen und Erziehung. Gefördert werden Familien und junge Menschen die Schwierigkeiten haben einen Haus-halt zu führen, die längst in eingefahrener und bislang bewährter Art und Weise funktionieren, sich jetzt aber aufgrund sich ändernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen auf ein verringertes Budget einstellen müssen.

Die Familienbildende Maßnahme von 20 Wochen findet 2-mal im Jahr für 10 - 15 Teilnehmer jeweils einmal mit 180 Minuten wöchentlich statt.

Träger:

Sozialdienst kath. Frauen und Männer Kreis Gütersloh e. V.

 

Ansprechpartner/in:

Marita Brormann

Witten: „Café Knapp“ - Information, Kommunikation und Integration zur Beseitigung von Armut

Kurzbeschreibung:

Die Folgen von Arbeitslosigkeit, Altersarmut und Alterseinsamkeit prägen auch in Witten das Leben vieler Menschen und führen zu Benachteiligung und gesellschaftlicher Ausgrenzung. Das Ziel des seit dem 01.05.2014 durchgeführten Angebots "Café Knapp" besteht darin, für die Zielgruppe der von materieller und sozialer Armut Betroffenen ein dauerhaft bestehendes Zentrum - im Sinne einer Beratungs- und Begegnungsstätte - einzurichten, von dem aus unterschiedliche Hilfs- und Unterstützungsangebote geplant und eingeleitet werden. Mit dem "Café Knapp" soll so eine Anlaufstelle mit Unterstützungsangeboten für Bedürftige in Witten geschaffen werden. Das Unterstützungsangebot ruht auf drei Säulen:

  1. Wöchentlich stattfindende allgemeine Sozialberatung in Kombination mit dem
  2. Einsatz ehrenamtlicher Helfer und
  3. der Weiterentwicklung und Stärkung der Gemeindearbeit gegen Armut.

Ansprechpartner/in:

Stephanie Rohde
Tel: 02302/9109033
Mail: stephanie-rohde@caritas-witten.de

Träger:

Caritasverband Witten
Marienplatz 2
58452 Witten.
Tel.: 02302 9109034