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Stand: 10.11.2017

Pressemitteilung

Rettungspaket für Offenen Ganztag nötig

Rettungspaket Offene Ganztagsschule

Ein „Rettungspaket“ für Offene Ganztagsschulen (OGS) fordert der Diözesan-Caritasverband Paderborn und unterstützt damit eine Petition der Freien Wohlfahrtspflege in Nordrhein-Westfalen. „Die Offenen Ganztagsschulen in Nordrhein-Westfalen brauchen dringend eine spürbare finanzielle Verbesserung“, sagt Simone Segin vom Referat Erziehungs- und Familienhilfen des Diözesan-Caritasverbandes Paderborn. „Sie brauchen höhere Etats und eine einheitliche Förderung in ganz NRW.“

Die Finanzierung des Offenen Ganztags variiert von Kommune zu Kommune. Das Land gibt aktuell circa 1.100 Euro pro Kind und Schuljahr, die Kommunen einen Pflichtbeitrag von derzeit etwa 461 Euro pro Kind und Schuljahr. Gebraucht würden aber 3.250 Euro, ergaben Berechnungen der Freien Wohlfahrtspflege NRW. „Die Träger müssen immer zuschießen“, erklärt Simone Segin. Rund 80 Prozent der Träger von Offenen Ganztagsangeboten sind der Freien Wohlfahrtspflege angeschlossen. Unter dem Dach des Caritasverbandes für das Erzbistum Paderborn sind 16 Träger von 96 Offenen Ganztagsschulen mit mehr als 800 Mitarbeitern und über 6000 Schülern versammelt.

„In einigen OGS gibt es jetzt schon Wartelisten und teilweise ist es so, dass die bestehenden Offenen Ganztagsschulen aus allen Nähten platzen“, erklärt Simone Segin. „Die fehlenden Plätze erschweren vielen Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und zusätzlich trifft es die Kinder, für die ein Betreuungs- und Förderangebot nach der Schule so wichtig wäre.“ Die Offenen Ganztagsschulen leisteten einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Sozialkompetenz, der Vereinbarung von Familie und Beruf und sorgten für mehr Chancengerechtigkeit und individuelle Förderung. „Um diesen bildungspolitischen und gesellschaftlichen Anforderungen auch gerecht werden zu können, braucht es bessere, räumliche, materielle und personelle Ausstattung“, fordert Simone Segin. „Wir brauchen einen Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz für jedes Kind. Wir brauchen eine auskömmliche Finanzierung und damit letztlich ein neues Gesetz, das eine gute OGS für alle sicherstellt“, fasst sie die Forderungen der Freien Wohlfahrtspflege zusammen.

Die Online-Petition, die sich an Schulministerin Yvonne Gebauer und Familienminister Dr. Joachim Stamp richtet, kann noch bis zum 30. November unterschrieben werden unter www.freiewohlfahrtspflege-nrw.de/initiativen/ogs-kampagne/ogs-kampagne/

 

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