Hilfe im Ausland

In fast allen Ländern gibt es die katholische Caritas. Dies erleichtert uns die Hilfe. Denn unsere Caritas-Partner vor Ort wissen am besten, wo „es brennt“. Der Diözesan-Caritasverband fühlt sich besonders seinen Caritas-Partnern im syrischen Aleppo, in der Ukraine und im Königsberger Gebiet (Russland) verbunden.

Syrien: Hilfen zum Überleben in Aleppo

Aleppo(Foto: cpd)

"Der Strom wurde schon vor Jahren abgestellt", berichtet Sr. Annie. Denn der Staudamm, der Aleppo mit Strom und Wasser versorgte, ist unter Kontrolle der islamistischen Terrormiliz IS. Bei örtlich betriebenen Generatoren können sich die Menschen kleine Strommengen für einige Stunden täglich kaufen, wenn sie denn das nötige Geld dafür aufbringen können. "Aber 85 Prozent der Menschen sind arbeitslos", berichtet Sr. Annie. "Die Wirtschaft ist zusammengebrochen. Und selbst wer Arbeit hat, verdient nicht genug, um sich versorgen zu können." Deshalb unterstützen Sr. Annie und ihre Helfer rund 1250 Familien mit Stromgutscheinen sowie rund 2000 Familien mit Lebensmittelgutscheinen. "Wir kooperieren mit drei Supermärkten, wo sich die Menschen das, was sie am dringendsten brauchen, besorgen können." Gegen die Kälte helfen 7800 Anoraks, die mit Hilfe von Caritas und Erzbistum Paderborn in 13 Schneidereien in Aleppo hergestellt und im Dezember und Januar an Kinder und Familien verteilt wurden.

Reportage: "Wir bleiben!"
Zur Arbeit von Schwester Annie Demerjian im syrischen Aleppo...

Radio-Interview mit Schwester Annie
(Radio Hochstift vom 24. Februar 2017, Interview Melike Yasaroglu)...

 

Ukraine: Erholung für Tschernobylkinder

Zwei Mädchen am MittagstischCaritas Spes

Auch Jahrzehnte nach der Nuklear-Katastrophe von Tschernobyl spüren die Menschen in den betroffenen Regionen der Ukraine und Weißrusslands die Folgen. Immer noch haben dort aufwachsende Kinder mit massiven gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Die wirksamste Methode, dem zu begegnen, sind langfristige und jährlich zu wiederholende Erholungsphasen für das kranke Immunsystem. Das ist kaum mit einmaligen Aufenthalten in Westeuropa zu schaffen. Effektive Hilfe bietet demgegenüber das Feriendorf Jablunitsa in den ukrainischen Karpaten. Seit 1996 unterstützt der Diözesan-Caritasverband diese Einrichtung der römisch-katholischen Caritas der Ukraine (Caritas spes).

 

Russland: Hilfe für Sozialwaisen in Kaliningrad

Ordensfrau hilft Kleinkind beim EssenCaritas Kaliningrad

Seit über 20 Jahren leben und arbeiten Katharinenschwestern aus Polen in der russischen Exklave Kaliningrad, dem früheren Ostpreußen. Ihre Gründerin, die selige Regina Protmann (1552-1613) stammte aus dem ostpreußischen Braunsberg (heute Braniewo/Polen). Im benachbarten Heiligenbeil (heute Mamonowo/Russland) soll ihr Sterbeort sein. Das dortige  Schwesternhaus der Katharinenschwestern wurde in den 1990er Jahren Anlaufstelle für bedürftige Kinder und sozial schwache Familien. 15 Kinder und Jugendliche leben heute zusammen mit den Ordensfrauen in dem Haus. In unmittelbarer Nachbarschaft errichtete die Caritas Kaliningrad ein Sozialzentrum mit Kindergarten, Küche und Betreuungsangeboten. Viele bedürfte Familien in der Umgebung müssen von den Schwestern mit dem Lebensnötigen versorgt werden. Ohne die regelmäßige Unterstützung durch den Diözesan-Caritasverband Paderborn wäre diese Hilfe nicht möglich.