Sterben / Trauer

Sterben als Teil des Lebens

Alte Frau schaut aus dem Fenster.In einem Hospiz werden Menschen beim Sterben in Würde begleitet.(Foto: DCV/Anne Schönharting)

Die Hospizidee steht dafür, Sterben als einen Teil des Lebens anzunehmen und jedem Menschen sein eigenes Sterben zu ermöglichen, würdevoll und unabhängig davon, woran und wo ein Mensch stirbt.

Ziel der Arbeitsgemeinschaft Hospizbewegung im Erzbistum Paderborn ist es, die Mitglieder der ambulanten Palliativpflegedienste, der ambulanten und stationären Hospize zu beraten und den Hospiz- und Palliativgedanken in allen katholischen Einrichtungen zu festigen und zu vertiefen. Zu diesen Einrichtungen gehören insbesondere die ambulanten Pflegedienste, Altenhilfeeinrichtungen, Krankenhäuser und Behinderteneinrichtungen. Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft sind katholische Träger von stationären Hospizen, Krankenhäusern mit Palliativstationen, ambulanten Hospiz- und Palliativdienste sowie Hospizinitiativen, die sich der katholischen Kirche zuordnen.

Die Arbeitsgemeinschaft Hospizbewegung sieht das Leben als natürliche Einheit von seinem Beginn bis zum Tode. Ihre Bemühungen zielen vor allem auf ärztliche und pflegerische Fürsorge, psychosoziale und spirituelle Begleitung. Die christliche Grundhaltung schließt aktive Sterbehilfe aus.

Ambulante Palliativpflegedienste

Ambulante Palliativpflegedienste sind spezielle Pflegedienste, die Patienten mit einer unheilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankung zu Hause pflegen, beraten und betreuen. Der Erhalt der Lebensqualität steht dabei im Vordergrund. Die Notwendigkeit einer ambulanten palliativen Versorgung kann sich insbesondere bei folgenden Krankheitsbildern im Endstadium ergeben:

  • Fortgeschrittene Krebserkrankung
  • Vollbild der Infektionskrankheit AIDS
  • Erkrankung des Nervensystems mit unaufhaltsam fortschreitenden Lähmungen
  • Endzustand einer chronischen Nieren-, Leber-, Herz- oder Lungenerkrankung

Mitarbeiterinnen des ambulanten Palliativpflegedienstes sind ausschließlich Pflegefachkräfte mit Zusatzausbildung. Sie arbeiten die eng mit ehrenamtlichen Hospizhelferinnen zusammen. Sie haben die Aufgabe, die Pflegesituation im häuslichen Bereich zu stabilisieren. Außerdem bauen sie ein Netzwerk für die Betroffenen auf, in dem die medizinisch-pflegerische Versorgung sowie die psychosoziale und seelsorgliche Begleitung zu Hause gelingen kann. Die Dienste stehen täglich 24 Stunden zur Verfügung.

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Die Hoffnung lässt uns nicht zugrunde gehen

Alles hat seine Zeit

Lebensbegleitung bei Sterben, Tod und Trauer - Grundsätze und Aufgaben der Hospizarbeit im Erzbistum Paderborn