Haushaltshilfen aus Polen fair und legal beschäftigen

Hausarbeit gemeinsam meistern: Zusammen in der Küche(Foto: Meinschäfer)

Ihre Beschäftigung erfolgt in der Regel in einer rechtlichen Grauzone oder ist sogar illegal, ihre Arbeit unterliegt meist keiner Kontrolle und auch sie selber sind oftmals ohne Schutz. Ein alternatives Konzept wurde von den Caritasverbänden Soest, Olpe und Paderborn in Kooperation mit dem Diözesan-Caritasverband Paderborn entwickelt. (Konzept und Name sind beim Deutschen Patent- und Markenamt geschützt.)

In Zusammenarbeit mit der polnischen Caritas unterstützt die Caritas in Deutschland mit ihrem Angebot „CariFair“ die pflegebedürftigen Menschen und die ausländischen Arbeitskräfte gleichermaßen. Durch polnische Caritasverbände werden interessierte Arbeitskräfte in Polen geschult und auf eine Tätigkeit in deutschen Haushalten vorbereitet.

 

Die Arbeitsverhältnisse werden zwischen den Pflegebedürftigen und der polnischen Betreuungsperson geschlossen, die Caritas betätigt sich insoweit nicht als Arbeitsvermittler oder als Arbeitgeber. Die Betreuungskräfte werden nur bei Patienten eingesetzt, die von einer Caritas-Sozialstation beraten, begleitet oder ambulant gepflegt werden. Damit ist auch der Schutz des Pflegebedürftigen durch die Beteiligung einer Pflegefachkraft an der Betreuungssituation sichergestellt. Durch die Zusammenarbeit von – bezahlbaren und legalen – Haushaltshilfen und den Mitarbeiterinnen der Sozialstationen wird so eine qualifizierte Pflege und Betreuung von hochbetagten oder altersverwirrten Patienten in ihrer häuslichen Umgebung möglich

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Auszeichnungen

  • Innovationspreis 2011 der "häuslichen Pflege" des Vincentz-Verlages
  • Ehrung durch die Menschenrechtsbeauftragte der polnischen Regierung (2011)

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Evaluation des Projektes "Heraus aus der Grauzone" (2014)