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Stand: 02.10.2017

Pressemitteilung

Die Klammer zwischen Caritasverbänden und Kirchengemeinden

Die Klammer zwischen Caritasverbänden und KirchengemeindenSeit zehn Jahren bieten sie Unterstützung, schaffen Netzwerke, regen neue Initiativen an: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachdienstes Caritas-Koordination in den Dekanaten des Erzbistums Paderborn sind unentbehrlich geworden, wenn es darum geht, den diakonischen Auftrag der Kirchengemeinden konkret zu gestaltencpd/Sauer

Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin in der Kirchengemeinde war es, die Caritas-Koordinatorin Silvia Engemann auf die schwerstpflegebedürfte Mutter aus Syrien aufmerksam machte. Die Kinder im Teenager-Alter pflegten sie nach bestem Wissen, waren aber überfordert, gingen deshalb auch nicht mehr zur Schule. „Da habe ich den Kontakt zum ambulanten Pflegedienst der Caritas hergestellt und der kümmert sich jetzt“, berichtet Engemann. Bindeglied sein zwischen Ehrenamt und Hauptamt, Kontakte herstellen, Netzwerke knüpfen – was sich abstrakt anhört, hat ganz konkrete Hilfe zur Folge. Seit zehn Jahren sind Caritas-Koordinatoren wie Silvia Engemann von der Caritas Unna in den Dekanaten des Erzbistums Paderborn im Einsatz. Sie sollten nach dem Willen von Weihbischof Manfred Grothe, damals Bischofsvikar für die Caritas, eine Klammer zwischen den Diensten und Einrichtungen der Caritas sowie der Seelsorge in Gemeinden, Pastoralverbünden und im Dekanat schaffen.

„Es ist ein großer Vorteil, dass wir die Caritasverbände mit ihrer kompetenten Fachlichkeit im Rücken haben“, erklärt Alice Lessing von der Caritas Brilon. Gemeinsam mit Silvia Engemann und Karsten Hentschel von der Caritas Paderborn ist sie Sprecherin der Caritas-Koordinatoren in den 19 Dekanaten. Mit dem „Blick für sozial Bedürftige“ seien die Koordinatoren „eine ganz wichtige Stelle in der Pastoral“, betont sie. Denn wo immer sich soziale Herausforderungen in den Gemeinden ergeben, sind die Koordinatoren die ersten Ansprechpartner. 

„Sie sind die Nahtstelle zwischen Caritas und Pastoral vor Ort einerseits, und zwischen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen andererseits“, erklärt Michael Mendelin, beim Diözesan-Caritasverband Paderborn zuständig für den Fachdienst Caritas-Koordination. „Den Gemeinden und Pastoralverbünden stehen sie beratend zur Seite, auch bei der Entwicklung von Pastoralvereinbarungen.“ Schließlich seien Caritas und Pastoral die „zwei Seiten der einen Medaille“. Diese Idee der „Durchdringung von Caritas und Pastoral“ setze sich auch bundesweit immer mehr durch. Die erstmals im Erzbistum Paderborn eingeführten Caritas-Koordinatoren entpuppten sich damit als „Erfolgsmodell“ für andere katholische Bistümer in Deutschland. „Und auch der Deutsche Caritasverband sieht das Modell mit viel Wohlwollen“, sagt Mendelin. Wegweisend dabei sei ein Wort von Weihbischof Manfred Grothe: „Die Caritas wird die entscheidende Brücke sein, über die Menschen zur Kirche finden, und über die Kirche zu den Menschen findet.“ In diesem Sinne müsse die Arbeit stetig weiterentwickelt werden. Für die Zukunft erwartet auch Koordinator Karsten Hentschel große Entwicklungen: „Mit den neuen pastoralen Räumen kommt viel Neues auf uns zu. Es wird spannend.“

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