Das Freiwillige Soziale Jahr
Ansprachen auf den Eröffnungstag 2009
165 neue FSJ-Freiwillige (Foto: cpd/Sauer)
Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) ist ein Angebot an junge Frauen und Männer außerhalb von Schule und Beruf, für ein Jahr in einem sozialen Arbeitsbereich tätig zu werden und sich an der begleitenden Seminararbeit zu beteiligen. Es ist eine Möglichkeit zum sozialen Engagement, zur Persönlichkeitsbildung, zur Berufsfindung sowie zur sozialen und politischen Bildung.
Die Rahmenbedingungen bestimmt das Jugendfreiwilligendienstegesetz. Träger des FSJ im Erzbistum Paderborn ist IN VIA Katholische Mädchensozialarbeit Diözesanverband Paderborn e.V.
Voraussetzungen
Wer ein FSJ absolvieren möchte, sollte
- die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben und noch keine 27 Jahre alt sein
- Spaß daran haben, in einem sozialen Bereich zu arbeiten
- bereit sein, an einer sozialen Aufgabe ganztägig mitzuarbeiten
- sich an der begleitenden Seminararbeit beteiligen
- in der Lage sein, Verantwortung zu übernehmen
- bereit sein, für ein Taschengeld zu arbeiten.
Einsatzmöglichkeiten
Freiwillige im FSJ übernehmen überwiegend praktische Hilfstätigkeiten in pflegerischen, pädagogischen und hauswirtschaftlichen Bereichen, in denen die Beziehungen zu Menschen im Vordergrund stehen. Sie sind beispielesweise tätig in:
- Krankenhäusern
- Einrichtungen für alte Menschen (Alten- und Pflegeheime, Tagespflege)
- Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen (Kindergärten, Schulen, Internate, Werkstätten, Wohnheime)
- Einrichtungen für Kinder und Jugendliche (Kinderheime, Jugendwohnheime, Jugendbildungsstätten, Offene Ganztagsschulen).
Der Einsatz erfolgt nach Absprache mit der zuständigen Betreuungsstelle von IN VIA oder des Caritasverbandes Hagen.
Leistungen
- Taschengeld (180,00 €) und Zuschuss zu Verpflegung und Unterkunft (170,00 €)
- Sozialversicherung
- ca. 26 Tage Urlaub (abhängig von den Bestimmungen der Einsatzstellen)
- verschiedene Vergünstigungen (zum Beispiel Fortzahlung der Waisenrente und des Kindergeldes)
- 25 Seminartage (fünf Wochen à fünf Tage)
- Qualifiziertes Zeugnis.
Einige Einsatzstellen bieten Unterkunft und Verpflegung, die Auszahlung der o. g. Leistungen verändert sich entsprechend.
Pädagogische Begleitung
Die FSJ-Freiwilligen werden während ihres Einsatzes pädagogisch begleitet. Dazu gehört die Anleitung durch Fachkräfte in den Einsatzstellen, die Betreuung während des Einsatzes durch sozialpädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verbandes IN VIA bzw. des Caritasverbandes Hagen, sowie die Seminararbeit. In mehrtägigen Seminaren besteht Gelegenheit
- in Kontakt zu anderen FSJ-Freiwilligen zu kommen
- die in der Arbeit gemachten Erfahrungen auszutauschen und zu bearbeiten
- sich mit gesellschaftspolitischen, religiösen und sozialen Themen auseinander zu setzen
- praktisch und kreativ zu arbeiten
- Abstand von der Arbeit zu gewinnen.
Gründe für ein FSJ
Das FSJ richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die
- sich für andere Menschen einsetzen wollen
- Zukunftsperspektiven für ihre Lebensgestaltung suchen
- unsicher sind in ihrem Berufswunsch oder mit ihrem bisherigen Beruf unzufrieden sind und sich umorientieren möchten
- etwas Praktisches leisten wollen
- sich in einer Gruppe regelmäßig austauschen und weiterbilden möchten.
Chancen des FSJ bei uns
Das FSJ fordert von den Freiwilligen eine engagierte Mitarbeit in den sozialen Einrichtungen und bietet ihnen folgende Chancen:
- Kennen lernen von sozialen Arbeitsfeldern und Auseinandersetzen mit der Arbeitswelt
- mit Menschen in Not, mit ihren Problemen und ihren Lebenssituationen konfrontiert zu werden und so ein Stück soziale Realität kennen zu lernen
- eigene Grenzen und Möglichkeiten zu erfahren und daran zu wachsen
- eigene Wertvorstellungen zu überprüfen und zu verändern
- Verantwortliches soziales Handeln einzuüben
- Einblick in gesellschaftliche, soziale und politische Prozesse und Zusammenhänge
- Menschen zu begegnen, die ihren Glauben leben.
Besonderheiten
Das FSJ ist weder eine Berufsausbildung noch als "Gelegenheitsjob" anzusehen, es ersetzt auch keinen fehlenden Ausbildungsplatz. Vielmehr bietet das FSJ die Möglichkeit, für ein Jahr pädagogisch begleitet in einem sozialen Bereich tätig zu werden.
Beginn des FSJist frühestens der 1. August oder der 1. September. In begründeten Ausnahmefällen ist ein Beginn bis zum 2. Seminar möglich. Der Einsatz umfasst zwölf zusammenhängende Monate.
Anerkannte Kriegsdienstverweigerer können ein Freiwilliges Soziales Jahr statt des Zivildienstes ableisten. Weitere Informationen dazu gibt es beim IN VIA Diözesanverband.
Bewerbungsverfahren
Interessierte am FSJ, die im Bereich des Erzbistums Paderborn arbeiten möchten, sollten folgende Unterlagen an die zuständige Betreuungsstelle von IN VIA oder des Caritasverbandes Hagen senden:
- Bewerbungsschreiben, worin das Interesse am Freiwilligen Sozialen Jahr erläutert wird
- tabellarischer Lebenslauf
- Passbild
- Kopie des letzten Schulzeugnisses.
Die Unterlagen bitte ohne Klarsichthüllen und Bewerbungsmappen zusenden!
Weitere Informationen über das FSJ und das Bewerbungsverfahren:
für die Städte Dortmund/Castrop-Rauxel:
IN VIA Katholische Mädchensozialarbeit Dortmund e.V.
Propsteihof 10
44137 Dortmund
Telefon: 0231 1848-141
E-Mail: info.invia@invia-dortmund.de
für die Städte Hagen/Witten/Wetter/Herdecke:
Caritasverband Hagen e.V.
Finkenkampstraße 5
58089 Hagen
Telefon: 02331 988-50
E-Mail: jugendsozialarbeit@caritas-hagen.de
für den Kreis Olpe und Siegen/Wittgenstein:
IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit
Fachverband im Caritasverband für den Kreis Olpe e.V.
Kolpingstraße 62
57462 Olpe
Telefon: 02761 921-1711
E-Mail: invia@caritas-olpe.de
für alle anderen Orte im Erzbistum Paderborn:
IN VIA Katholische Mädchensozialarbeit
Diözesanverband Paderborn e.V.
Uhlenstraße 7
33098 Paderborn
Telefon: 05251 209-282
E-Mail: zentrale@inviadiv-paderborn.de
Internet: www.inviadiv-paderborn.de
Bitte beachten:
Einsatzstellen mit Unterkunft werden ausschließlich von IN VIA Katholische Mädchensozialarbeit Diözesanverband Paderborn e.V.
vermittelt.
(Stand: August 2009)
