Spenden und Hilfen  

Hilfe für Ineu / Rumänien

Am 24. Januar 1991 startete erstmals ein Hilfstransport des Diözesan-Caritasverbandes  Paderborn nach Rumänien in die Kleinstadt Ineu zur Centrul Scolar Nr. 15. In einer völlig desolaten ehemaligen türkischen Kaserne aus dem 17. Jahrhundert lebten in einem Internat  350 behinderte und psychisch gestörte Kinder in katastrophalen Lebensbedingungen. Angeschlossen war eine Schule. Inzwischen hat sich Dank eines engagierten Direktors und motivierter Mitarbeiter vieles zum Positiven gewandelt. Allerdings waren die politischen Rahmenbedingungen oft nicht vorteilhaft und machten manche gute Idee unmöglich.

Finanzielle Gründe und der allgemeine Geburtenrückgang bewirkten, dass Schule und Kinderheim neu strukturiert wurden. Junge Menschen über 18 Jahre mussten das Heim verlassen und selbst für ihre Zukunft sorgen. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre wurden zu ihren Eltern zurück geschickt, egal ob dies gut oder schlecht für sie war. Waisenkinder wurden zur Adoption frei gegeben oder in andere Einrichtungen verlegt. Um den Waisenkindern aus Ineu ihre Heimat zu erhalten, nahm sich der Verein „Impreuna“ ihrer an. Dieser gemeinnützige Verein (zu deutsch „gemeinsam“) wurde im März 1998 gegründet, um jungen Menschen ohne Familie, die aufgrund ihrer Volljährigkeit das Heim und die Schule in Ineu verlassen müssen, ein Zuhause und Arbeit zu geben. 2003 erweiterte der Verein seine Aufgaben mit der Einrichtung und Betreuung von „Kinderhäusern“ für Waisenkinder. 

Die Schülerinnen und Schüler basteln im Garten
Unterricht im Freien.

Im Sommer 2006 wurde die Centrul Scolar Nr. 15 in Sava Brancovici Schule umbenannt. Sava Brancovici war von 1656 bis 1683 Bischof von Transsilvanien mit Sitz in Lipova und später Ineu. Die Legende sagt, dass Sava Brancovici tagsüber als Priester und nachts als Freiheitskämpfer gegen die Türken für sein Volk tätig war. Er starb 1683 in Alba Julia.

Die Schule Sava Brancovici hat sich in den letzten drei Jahren zu einer Berufsschule beziehungeweise Fachoberschule entwickelt. Als Integrationsschule unterrichtet sie gesunde und behinderte Kinder. Besonders gute Schüler können sogar einen Abschluss erreichen, der ihnen den Weg zum Studium ermöglicht. 450 Jungen und Mädchen im Alter von 7 bis 18 Jahren besuchen jetzt jährlich diese neue Schulform. Nach der Umstrukturierung des Heimes zu einem reinen Schulinternatsbetrieb wurde eines der drei Internatsgebäude zum Hotel umgebaut, in dem Schülerinnen und Schüler zum Hotel-Fachpersonal ausgebildet werden.

In den drei Kinderhäusern des Vereins Impreuna leben derzeit 31 Jungen und  Mädchen im Alter von 8 bis 16 Jahren. Die Kinderhäuser sind familiär organisiert. Verpflegung und Personalkosten wurden von Anfang an staatlich finanziert. Auch für die Finanzierung weiterer Sachkosten der Häuser hat inzwischen der rumänische Staat zunehmend die Verantwortung übernommen. Anfangs war die Beschaffung, der Umbau und die Unterhaltung der Häuser nur durch Spendengelder möglich. Ein neues Wohnhaus für 12 weitere junge Menschen soll gebaut werden. Eine Fahrradwerkstatt bietet den Jungen zusätzliche Ausbildungsmöglichkeiten. Alte Fahrräder aus Deutschland, darunter teilweise Schrott werden hier wieder flott gemacht.

Junge Erwachsene können auf der Farm von Impreuna eine berufliche Perspektive finden. Eine wichtige Einnahmequelle für die Bewohner der Farm ist die Produktion und der Verkauf von Besen - ein weiterer „Baustein“ in der Hilfe zur Selbsthilfe. Er soll mit dazu beitragen, dass diese jungen Menschen nicht auf der Straße landen. Die Farm am Stadtrand von Ineu bietet zurzeit 25 jungen Menschen ein Zuhause. Darüber hinaus haben sie auf dem rund 35 Hektar großen Areal unter anderem Arbeit in der Landwirtschaft. Hier werden Kühe, Schweine, Hühner und Kaninchen gefüttert sowie Mais, Weizen und Gemüse angebaut, um von dem Verkaufserlös den bescheidenen Lebensunterhalt sichern zu helfen.
Acht junge Männer erhalten aufgrund ihrer Behinderung inzwischen eine Art Erwerbsunfähigkeitsrente vom rumänischen Staat. Sieben weitere Bewohner konnten in der nahe gelegenen Fabrik Delphi einen Arbeitsplatz finden. In dieser Fabrik arbeiten in drei Schichten etwa 3.500 Mitarbeiter in der Produktion von Kabelsträngen für deutsche, französische und italienische Autos.

Seit 01.01.2007 ist Rumänien Mitglied in der Europäischen Gemeinschaft. Dies erleichtert uns die Durchführung von Hilfstransporten wesentlich.

Spendenkonten

Diözesan – Caritasverband Paderborn
Bank für Kirche und Caritas eG
BLZ 472 603 07  
Konto - Nr. 4300

SKM Paderborn
Sparkasse Paderborn
BLZ 472 501 01
Konto – Nr. 900 20 49

Verwendungszweck “Hilfe für Ineu“

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Ansprechpartner

Portraitaufnahme von Johannes Bracke

Johannes Bracke
Telefon: 05251 / 131612
E-Mailinfo@skm-relum.de    


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