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Christoph Eikenbusch
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Kurzspielfilm

Des Kaiser neue Kleider

Kunde und Verkäuferin in der Kleiderkammer

Wenn Menschen sich begegnen, die Hilfe brauchen und Hilfe geben (Anzeige über you tube)

 
Hilfe in Ihrer Nähe
 
A 2 - Telegramm

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung 2 "Beratende Dienste, Gefährdetenhilfe und Integration" bieten mit dem A 2 - Telegramm einen Einblick über aktuelle Entwicklungen innerhalb ihrer Arbeitsfelder.

Aktuelle Ausgabe:

A2 - Telegramm 04/2013

Archiv:
 
Hilfen  

Existenzunterstützende Hilfen - Armutsbekämpfung

Wie hier in Hagen sind in den letzten Jahren viele Lebensmittelprojekte und Sozialkaufhäuser der Caritas entsanden.
Wie hier in Hagen sind in den letzten
Jahren viele Lebensmittelprojekte und
Sozialkaufhäuser der Caritas entsanden.
(Foto: CV Hagen)

Insbesondere durch die anhaltende hohe Langzeitarbeitslosigkeit, die unzureichende Lohnentwicklung, den ungenügenden Lastenausgleich für Familien/ Alleinerziehende mit Kindern, die zunehmende Altersarmut etc. haben sich seit den 90er Jahren die Lebensbedingungen stark gewandelt. Immer mehr Menschen leben in „prekären“ Lebenssituationen bzw. in besonders schwierigen Lebenslagen.

Caritative Träger bieten schon seit längerem Suppenküchen, Kleidershops, Möbelhäuser, Tafelläden, Warenkörbe, Lebensmittelgutscheinausgaben, Schulmaterialbörsen und Sozialkaufhäuser zur Existenzunterstützung von Armut und/ oder Ausgrenzung bedrohter Menschen an.

In dem Positionspapier der Caritas NRW „Zwischen Sozialstaat und Barmherzigkeit“ aus dem Jahr 2008 (Download hier... ) fordert die Caritas u.a. die notwendige kritische Auseinandersetzung mit den Existenzunterstützenden Angeboten als Soforthilfe-Aktion aus Barmherzigkeit einerseits und der Verantwortung des Sozialstaats für die von Ausgrenzung betroffenen Menschen andererseits. Von daher kann es nicht hingenommen werden, wenn existenzunterstützende Angebote von gemeindlichen und caritativen Trägern als Ersatz für sozialrechtlich zustehende Leistungen herhalten sollen.

Ein Caritas-Mitarbeiter überreicht an Marktbesuchern Tüten mit dem Aufdruck "Respekt - alles andere kommt mir nicht in die Tüte!"
Ungewöhnliche Caritas-Aktion: Über
1.200 Tragetaschen mit dem Aufdruck:
"Respekt - alles andere kommt mir nicht
in die Tüte!" wurden an Besucher des
Paderborner Wochenmarktes verteilt.
(Foto: Sauer) 

Als anwaltschaftlicher Akteur in der Gesellschaft leistet die Caritas unmittelbare Nothilfe zur Existenzsicherung und zum Überleben, aber sie beschränkt sich nicht allein darauf. Sie setzt sich zudem aktiv dafür ein, dass eine ausreichende Grundversorgung aller Menschen in unserem Land sozialstaatlich garantiert und gewährt wird.

Der in 2010 veröffentlichte Impulsgeber zur Armutsorientierung „ARMUT – ein Thema für uns?!“ soll zur Wahrnehmung von Armut in unserer Gesellschaft und in unserer unmittelbarem Umfeld sensibilisieren und unterstützend wirken, wenn es darum geht, Strategien zur Armutsbekämpfung zu entwickeln und gezielt umzusetzen. Die als Checkliste verfasste Arbeitshilfe dient sowohl der persönlichen Auseinandersetzung als auch der Diskussion im Berufsalltag, in den Gremien, in der Gemeinde etc.

Die Caritas- und Fachverbände, die Caritaskonferenzen und Kirchengemeinden halten im Erzbistum Paderborn u.a. folgende Hilfen zur Armutsbekämpfung vor:

 
Tafeln/ Warenkörbe/ Lebensmittelausgaben/ Suppenküchen 32
Kleidershops/ Kleiderkammern 80
Möbelshops/ Möbellager  4
Ausgabestellen für Lebensmittelgutscheine 25
Sozialkaufhäuser  3

Hinzukommen eine Vielzahl von Projekten und Initiativen zur Integration benachteiligter Menschen in die Gesellschaft bzw. zur Verhinderung von Ausgrenzung.