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Winfried Kersting
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Chance Mensch. Soziale Brennpunkte, Wohnungslosenhilfe, Straffälligenhilfe: Grundlagen und Beispiele der caritativen Hilfe im Erzbistum Paderborn.

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A 2 - Telegramm

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung 2 "Beratende Dienste, Gefährdetenhilfe und Integration" bieten mit dem A 2 - Telegramm einen Einblick über aktuelle Entwicklungen innerhalb ihrer Arbeitsfelder.

Aktuelle Ausgabe:
A2 - Telegramm 05/2013

Archiv:
 
Hilfen  

Soziale Brennpunkte , Straffälligen - und Wohnungslosenhilfe

Soziale Brennpunkte


Kinder sitzen mit Erwachsenen auf dem Waldboden
Wald als Therapie:
Der Naturgarten des SKM Bielefeld
verhilft Kindern aus einem sozialen
Brennpunkt zu ganz neuen Erfahrungen
(Foto: Battran)

Soziale Brennpunkte sind Kollektivunterkünfte und Wohngebiete, in denen die Lebensbedingungen der Bewohner und die Entwicklungschancen von Kindern und Jugendlichen in besonderem Maße von negativen Faktoren bestimmt sind. Die Bevölkerungsstruktur ist gekennzeichnet durch einen hohen Anteil von Migranten. Viele Familien leiden unter wirtschaftlicher Armut. Es gibt eine große Zahl von Alleinerziehenden sowie alten, kranken und behinderten Menschen. Die Ziele für die caritative Arbeit bestehen darin, Schwierigkeiten der Bewohner abzuwenden, zu mildern und präventiv zu arbeiten. Hierbei werden vorhandene und bewährte Ansätze von Gemeinwesenarbeit, Nachbarschaftshilfe, lokalen Partnerschaften und stadtteilorientierter Arbeit berücksichtigt.

Straffälligenhilfe

Straffällig gewordene Menschen sind mit vielfältigen Schwierigkeiten konfrontiert wie: Soziale Isolation, Schulden, Wohnungsverlust, Suchtkrankheit und Arbeitslosigkeit. Die Straffälligenhilfe fördert die Integration straffällig gewordener Menschen in die Gesellschaft und vermeidet deren Ausgrenzung. Sie unterstützt ihre Angehörigen und die Versöhnung zwischen Tätern und Opfern durch beratende und begleitende Hilfen. Sie arbeitet eng mit den Seelsorgern der Justizvollzugsanstalten zusammen. Unterschiedliche Hilfeangebote haben u. a. als Ziele für die straffällig gewordenen Menschen: die Haft- und die Rückfallvermeidung, das Aufarbeiten von Problemen und Schwierigkeiten, das Lernen von sozialen Kompetenzen, den Aufbau und die Aufrechterhaltung stabiler und persönlicher Beziehungen und das Lernen in Zukunft ein gesellschaftskonformes Leben zu führen.

Wohnungslosenhilfe 

Prominente Freundschaft: Im Übergangswohnheim für Wohnungslose, dem Prälat-Braekling-Haus des SKM in Paderborn, ist der Künstler Jürgen von der Lippe regelmäßiger Besucher. Gruppenfoto
Prominente Freundschaft: Im Über-
gangswohnheim für Wohnungslose,
dem Prälat-Braekling-Haus des SKM
in Paderborn, ist der Künstler Jürgen
von der Lippe regelmäßiger Besucher.
(Foto: privat)
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Der Verlust der Wohnung oder die Einweisung in eine Notunterkunft führen oft zu einer Verarmung und soziale Ausgrenzung der Menschen und verhindern ihre Integration in die Gesellschaft. Mögliche Folgen der Wohnungslosigkeit sind seelische Belastungen, Suchtkrankheit, Schulden, Arbeitslosigkeit und eine zunehmende Perspektivlosigkeit. Die Dienste der Caritas bieten Wohnungslosen ein breites Spektrum an Hilfen an wie Beratungsstellen, Tagesstätten, Übernachtungsstellen, Wohnraum, Betreutes Wohnen und die Vermittlung in Fachdienste, wie die Sucht- und die Schuldnerberatung. Ein Ziel in der Wohnungslosenhilfe besteht darin, wohnungslose Menschen darin zu unterstützen ihren sozialen, gesundheitlichen, körperlichen, seelischen und beruflichen Abstieg zu verhindern.